Trauer um Ehrenkommandant

Beueler Stadtsoldat Egon Peffekoven verstorben

Egon Peffekoven

Egon Peffekoven

Beuel. Die Beueler Stadtsoldaten trauern um Egon Peffekoven. Der Ehrenkommandant des Corps ist in der Nacht zu Donnerstag im Alter von 86 Jahren gestorben.

Neben der Familie war der Karneval sein Lebensinhalt. In einem GA-Interview zu seinem 80. Geburtstag hat Peffekoven 2011 verraten: „Unser rheinisches Brauchtum hat mich von Kindesbeinen an geprägt. Ich lebe für den Karneval. Daran hat sich bis heute nichts geändert.“ Diese Aussage bestätigt jeder, der ihn kannte. Peffekoven war der personifizierte Vereinskarnevalist. Das Corpsleben prägte ihn, und er prägte das Leben seines Corps über Jahrzehnte. „Egon Peffekoven hat das Corps in seiner heutigen Form entscheidend geprägt."

Die Beueler Stadtsoldaten haben ihm sehr viel zu verdanken. Wir ständen heute als Verein nicht so gut da, wenn er nicht für die Basis gesorgt hätte“, sagte am Donnerstag sein Nachfolger als Kommandant der Beueler Stadtsoldaten, Hans Hallitzky. Beuels Obermöhn Ina Harder betonte, dass der Beueler Karneval eine seiner langjährigen Führungspersönlichkeiten verloren habe: „Egon Peffekoven hat gemeinsam mit Erna Neubauer das Fundament der Beueler Weiberfastnacht gelegt.

Peffekovens erster Kontakt zum Karneval liegt weit zurück: Als Junge nahm ihn Onkel Hans Peffekoven, Gründer und erster Kommandant der Beueler Stadtsoldaten, mit zum Karneval. Der Funke sprang schnell über. 1967 übernahm Peffekoven die Leitung des Kindercorps. 1978 wurde er zum Kommandant ernannt. Bis 2001 lenkte er die Geschicke der Stadtsoldaten und machte sie zu dem, was sie heute sind: Eine statse, überall gerne gesehene Truppe mit dem größten Kindercorps im Rheinland.

Mit dem Gewerbeaufsichtsamt stritt er in den 1980er Jahren um die Frage, ob es sich bei den Auftritten der Pänz um Kinderarbeit handelt. Letztlich entschied das Verwaltungsgericht Köln: Karnevalsauftritte fallen nicht unter Kinderarbeit. „Dieses Urteil war wegweisend für alle Karnevalsvereine“, erinnerte sich am Dieter Wittmann, Präsident des Regionalverbands Rhein-Sieg-Eifel. Peffekoven war 30 Jahre Mitglied im RSE-Präsidium und ebenso lange Wittmanns Stellvertreter im Festausschuss Siebengebirge. Für seine Verdienste zeichnete Bundespräsident Johannes Rau ihn 2002 mit dem Verdienstkreuz am Bande aus.