Sicher unterwegs mit hellem Licht

ADFC Bonn gibt Tipps für Fahrradfahrer

Der ADFC Bonn rät dazu, die Ausstattung des Fahrrads regelmäßig zu kontrollieren und gibt Tipps für Sicherheit im Straßenverkehr.

Der ADFC Bonn rät dazu, die Ausstattung des Fahrrads regelmäßig zu kontrollieren und gibt Tipps für Sicherheit im Straßenverkehr.

BEUEL. Bernd Siebertz und Gerhard Baumgärtel vom ADFC haben Ratschläge für Radler im Herbst. Das Wichtigste: Sehen und gesehen werden.

„Licht, Licht, Licht. Sehen und gesehen werden, das ist das Wichtigste beim Thema Sicherheit gerade in der dunklen Jahreszeit“, sagt Bernd Siebertz vom ADFC. Deshalb sollten Radler die Beleuchtung an ihrem Fahrrad regelmäßig überprüfen.

Denn es gebe gesetzliche Vorschriften, die Radfahrer einhalten müssen. „Vorgeschrieben sind auf jeden Fall ein weißer Frontscheinwerfer sowie ein rotes Rücklicht. Auch ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten sind Pflicht“, erklärt Siebertz.

Außerdem sollten für gute Sichtbarkeit von der Seite wahlweise Reflektorstreifen oder gelbe Speichenreflektoren (jeweils zwei pro Rad) montiert sein. Beim Licht gibt es verschiedene Ausstattungen, mit Nabendynamo und LED-Licht. „Ein Standlicht hinten sollte auf jeden Fall angebracht werden und gute LED-Scheinwerfer vorn erweitern die Reichweite. Gerade an unbeleuchteten Passagen, wie am Beueler Rheinufer, ist das sehr wichtig.

Regelmäßige Kontrolle von Bremsen und Reifen

Wer schnell oder auf dunklen Strecken unterwegs ist, sollte nachrüsten“, ergänzt Gerhard Baumgärtel, Sprecher der ADFC Stadtteilgruppe Beuel. „Wer sich für eine Akku-Beleuchtung entscheidet, sollte sicherstellen, dass die Akkus immer aufgeladen sind und die Beleuchtung auch mitgenommen wird. Das klingt banal, aber hier ist ein bewusstes ‚Drandenken‘ entscheidend“, so Siebertz. Das zweite große Thema seien die Bremsen.

Ein Rücktritt sei wartungsarm, während die Felgenbremsen regelmäßig kontrolliert werden müssten, so Baumgärtel. „Wer sich nicht selbst drantraut, sollte das Rad zur Inspektion in ein Fachgeschäft bringen“, sagt Siebertz. Das Gleiche gelte für die Kette. Sie muss auch immer wieder kontrolliert werden. „Wenn man sich an der Kette die Finger nicht mehr dreckig macht, ist es zu spät“, erklärt er weiter.

Auch auf die Reifen sei besonders im Herbst zu achten, denn mit wenig Profil oder gar Reifen, die sich bereits auflösten, könne es auf nasser Fahrbahn und Laub schnell rutschig und gefährlich werden, berichten die Experten. Nicht zu unterschätzen sei in dieser Jahreszeit auch die Kleidung. „Hell soll sie sein, möglichst mit Reflektoren und dem Wetter angepasst. Es empfiehlt sich, eine Regenjacke für den Notfall dabei zu haben. Regenhose und Überschuhe sind etwa für Pendler ratsam“, so Siebertz.

Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr

Um kleine Kinder sicher zu transportieren, gebe es verschiedene Möglichkeiten. Und die Kleinen sollten auf dem Kindersitz schon einen Schutzhelm tragen. „Jeder Kindersitz muss Gurte haben, die verhindern, dass das Kind während der Fahrt aussteigen oder aus dem Sitz fallen kann. Die Gurte dürfen von den Kindern nicht selbsttätig zu öffnen sein“, so die Experten, die eine zunehmende Zahl an Anhängern beobachten.

Sie hätten gleich mehrere Vorteile: Zum einen könnten Kleidung oder auch Spielsachen transportiert werden; zum anderen mache er die Erwachsenen unabhängiger. Sie könnten den Anhänger zum Bespiel abgeschlossen an der Kita stehen lassen, weiterradeln und den Nachwuchs am Nachmittag wieder sicher nach Hause bringen. Weitere Vorteile: Der Schwerpunkt des Fahrrads wird nicht ungünstig beeinflusst, das Fahrrad kann besser abgestellt werden, Kinder können ab einem gewissen Alter auch selbst einsteigen und sind vor Wind und Wetter geschützt.

Zum Schulstart empfehlen die ADFC-Experten ein intensives Training mit den i-Dötzchen. „Eltern sollten den Schulweg mit den Kindern einüben. Dabei ist wichtig, dass ein Weg festgelegt wird und an dieser Strecke die Gefahrenpunkte durchgespielt werden“, rät Siebertz. Kleidung und Schulranzen sollten reflektierend sein. Beim Schulranzen müssten es 30 Prozent der Fläche sein – sonst sei es kein Ranzen, sondern eine Tasche. „Und bei Regen empfiehlt es sich, immer ein zweites Paar Socken einzupacken.“

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite vom ADFC Bonn/Rhein-Sieg.