Geburtstag von Helmut Kessler

„K3“ wird 80 und zieht sich aus der Firma zurück

Jubilar Helmut Kessler und das Firmenmaskottchen der Süßwarenfabrik Kessko.

Jubilar Helmut Kessler und das Firmenmaskottchen der Süßwarenfabrik Kessko.

Beuel. Helmut Kessler hat mehr als 50 Jahre die Süßwarenfabrik Kessko in Beuel geleitet und ist Mitglied in unzähligen Vereinen. Jetzt feierte er seinen 80. Geburtstag.

Wenn Vereine, Kindergärten und Schulen in den vergangenen Jahrzehnten ein Projekt nicht stemmen konnten und finanzielle Hilfe gefragt war, dann gab es in Beuel eine Anlaufstelle, die sehr oft half: Helmut Kessler, der ehemalige Chef des Süßwarenherstellers Kessko. Der hilfsbereite Beueler, der in unzähligen Vereinen Mitglied ist, feierte jetzt seinen 80. Geburtstag.

„Beuel und seine Bürger lagen mir immer schon am Herzen“, gestand der gebürtige Beueler in einem Gespräch mit dem General-Anzeiger. Diese Zuneigung und das generöse Unterstützen Beueler Institutionen traf auch auf seinen vor drei Jahren verstorbenen Bruder Wolfgang zu.

„Außer einigen altersbedingten Wehwehchen fühle ich mich sehr wohl“, sagte der Jubilar, der immer noch täglich Sport treibt. Radfahren, Schwimmen und Tischtennis zählen zu den bevorzugten Sportarten. Den 80. Geburtstag nimmt Kessler jetzt zum Anlass, um sich endgültig aus dem aktiven Geschehen des Unternehmens zurückzuziehen. Weit mehr als 50 Jahre lenkte er die Geschicke der 1905 von Großvater Gustav Kessler gegründeten Fabrik an der Königswinterer Straße 11 bis 21.

Die Firma wird jetzt von einem Geschäftsführungsteam und Nichte Ulrike Kessler als Beiratsvorsitzende geleitet. „Das bedeutet allerdings nicht, dass ich in Zukunft völlig von der Bildfläche verschwunden bin. Ich behalte ein kleines Büro im Unternehmen und werde sporadisch nach Lust und Laune vorbeischauen“, sagte Kessler, der weiterhin Gesellschafter der Firma „Kessler & Comp. GmbH &Co KG“ ist.

Bei den rund 230 Mitarbeitern des Hauses hat sich Kessler schriftlich verabschiedet und für die gute Zusammenarbeit bedankt. Der letzte Satz im Brief lautete: „Behalten Sie Ihren K 3 in guter Erinnerung.“ „K 3“ ist der firmeninterne Spitzname des Jubilars.

Und was hat sich Helmut Kessler für die nächsten Jahre vorgenommen? „Ich will viel Zeit mit meinen beiden Enkelkindern verbringen, wieder mehr Klavier und Akkordeon spielen, angeln und vor allem kegeln“, erklärte der rüstige Senior. Seit 1960 ist Kessler Präsident des Kegelclubs Bröckemännche in Beuel, der sich einmal im Monat im „Haus am Rhein“ zum Kegeln trifft.