Ortsbesichtigung in Friesdorf

Ulrich Kelber will in Mietstreit vermitteln

FRIESDORF.  "Wenn Leistungen nicht erbracht werden, dann müssen Sie sich zusammenschließen. Sie alle haben Rechte": Mit diesen Worten ermutigte der Bonner Bundestagsabgeordnete Ulrich Kelber (SPD) bei seinem Besuch in Friesdorf zahlreiche Mieter, gegen die Vernachlässigung der Instandhaltung ihrer Wohnungen vorzugehen.

Kelber war für eine Ortsbesichtigung nach Friesdorf gekommen, um einen Eindruck der inakzeptablen Zustände in zahlreichen von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) vermieteten Wohnungen zu gewinnen. Die Mieter klagten, mit feuchten Wänden in der Wohnung leben zu müssen und einer großen Lärmproblematik ausgesetzt zu sein.

"Wenn jemand durch die Wohnung über uns geht, dann vibrieren bei uns die Gläser im Schrank", berichtete eine Mieterin. "Bei Häusern, die zwischen 1948 und 1951 gebaut wurden, gelten die Lärmvorschriften aus dieser Zeit", erklärte jedoch Mirco Theiner, Geschäftsführer des Mieterbundes Bonn/ Rhein-Sieg/Ahr.

Doch auch ein Vermieter hat bestimmte Verpflichtungen, so müssen beispielsweise alle Eigentümer von Mietwohnungen seit Beginn dieses Jahres das Dach oder das oberste Geschoss dämmen, erklärte Theiner.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ulrich Kelber hatte angekündigt, als Verbindungselement zwischen Mietern und der BImA aktiv zu werden und dabei auch der Frage nachzugehen, wie es sein kann, dass in einer wachsenden Stadt, die mit Wohnungsknappheit zu kämpfen hat, unzählige Wohnungen der BImA leer stehen.

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