Chorkonzert mit dem Mehlemer Quartettverein und dem Ensemble belCanto

Starke Stimmen in St. Severin

Das Ensemble belCanto präsentiert sich ausdrucksstark und dynamisch. FOTO: THOMAS KÖLSCH

Das Ensemble belCanto präsentiert sich ausdrucksstark und dynamisch.

MEHLEM. Bei manchen Inhaltsstoffen sollte man vorsichtig sein, heißt es immer wieder im Zusammenhang mit gesunder Ernährung. Dass dies mitunter auch in der Musik gelten kann, zeigte das Chorkonzert, das der Mehlemer Quartettverein 1908 sowie das Ensemble belCanto am vergangenen Sonntag in der Kirche St. Severin in Mehlem anlässlich des ersten Advents gegeben haben.

Denn auch wenn drin war, was drauf stand - also sauberer, mitunter exzellenter Gesang, erwiesen sich Fagott und Cajón als Geheimzutaten als eine nur bedingt gelungene Aufwertung der Qualitätsrezeptur.

Schon beim eröffnenden Gospel "Michael Row The Boat Ashore" durch den Mehlemer Männerchor irritierte die treibende Percussion der Trommelbox mehr als sie half. Das Liedgut der Gesangsformation erforderte nämlich eher Ruhe denn Hektik. Das getragene "Domine Pacem Da Nobis" als reiner a-capella-Choral stand den wuchtigen Stimmen gut zu Gesicht. Für einen Höhepunkt sorgte der Quartettverein dann mit "Jerusalem". Solist Gregor Schorn, der dafür das Dirigat an Ingo Jahn übergab, überzeugte mit vollem Klang, dem der Chor nicht minder souverän folgte.

Ausdrucksstark und dynamisch präsentierte sich schließlich das Ensemble belCanto. "Still" und vor allem Leonard Cohens "Hallelujah" waren ein Genuss. Gesanglich war das nachmittägliche Konzert hörenswert.