Godesbergs Bahnhöfe

Planungsausschuss favorisiert Sanierungsprogramm

Marode Bausubstanz: Godesbergs Bahnhöfe bleiben Dauerthema

BAD GODESBERG. Die Godesberger Bahnhöfe bleiben ein Thema. Am Donnerstagabend ging es im Planungsausschuss des Stadtrates um die Bahnsteigdächer in Mehlem, am kommenden Mittwoch wird der Godesberger Bahnhof erneut die Bezirksvertretung beschäftigen, wenn es unter anderem um die künftigen Bahnsteiglängen geht.

Dann soll nach mehreren Fehlversuchen auch ein Vertreter der Deutschen Bahn AG anwesend sein. Unter anderem steht in Teilen der Kommunalpolitik die Befürchtung im Raume, dass die Bahnsteige im Zuge der Sanierung verkürzt werden und manche Fernzüge dann nicht mehr in Bad Godesberg halten könnten.

In Bezug auf den Mehlemer Bahnhof lehnte der Planungsausschuss die "zeitnahe" Überdachung des Bahnsteiges 2 in Fahrtrichtung Köln, wie es Marcel Schmitt vom Bürger Bund beantragt hatte, ab. Stattdessen folgte der Ausschuss der Anregung von Andreas Falkowski (Grüne), doch erst einmal zu klären, ob der Bahnhof Mehlem nicht auch in eines der Sanierungsprogramme der Deutschen Bahn aufgenommen werden könnte.

Auf diese Weise, so Falkowski, würde auch der Stadtsäckel geschont. Zudem könnte der barrierefreie Ausbau des Mittelbahnsteigs ebenfalls Berücksichtigung finden. Sollten diese Bemühungen endgültig scheitern, dann könne die Stadtverwaltung ja mit der DB und dem Nahverkehr Rheinland (NVR) über eine Überdachung des Bahnsteigs 2 verhandeln.

Auf Anregung von Arno Hospes (CDU) wurde die Stadt in dem Änderungsantrag aufgefordert alternative Finanzierungsvorschläge zu unterbreiten. Schmitt war damit zufrieden: "Mir ist jede Initiative recht, die den Bahnhof aufwertet."

Info

Die Bezirksvertretung Bad Godesberg tagt am Mittwoch ab 17 Uhr in der Stadthalle.