Französischen Botschaft abgerissen

Mit der Hebebühne gehts zum Rheinblick

Projektentwicklerin Ellen Theuerkaufer und Interboden-Prokurist Detlef Bloch zeigen, wie das Rhein Entrée aussehen wird.

RÜNGSDORF. Das Gelände der ehemaligen Französischen Botschaft ist nicht mehr wiederzuerkennen. Wo bis vor kurzem noch die alten, von den meisten als hässlich empfundenen Betonbauten das rund 8900 Quadratmeter große Areal an der Straße An der Marienkapelle "zierten", haben die Abrissbagger ganze Arbeit geleistet. Nur noch einige Mauern stehen. Um zu sehen, wie der Blick von den neuen Wohnungen später aussieht kann man sich in luftige Höhen begeben.

"Im April beginnen wir voraussichtlich mit den Erdarbeiten und im Mai mit dem Hochbau", erläutert Projektentwicklerin Ellen Theuerkaufer vom Investor, die Ratinger Interboden. Am Sonntag beginnt der offizielle Vertriebsstart, wer möchte, kann sich dann ein Bild vor Ort machen und sich in luftige Höhen begeben. Um zu zeigen, wie der Blick von den einzelnen Wohnungen später aussehen wird, wird eine Hebebühne aufgestellt, die die Interessenten nach oben befördert.

Wie berichtet, entstehen im Zuge des 23-Millionen-Projekts auf dem Gelände neun Stadtvillen mit insgesamt 48 Wohnungen, die größtenteils schwellenfrei sind. Die Gebäude werden zwei- und dreigeschossig plus Staffelgeschoss sein. Die Gesamtwohnfläche liegt bei 6386 Quadratmetern. Außerdem werden auf dem Areal zwei Tiefgaragen mit insgesamt 79 Stellplätzen entstehen.

Die Ausfahrt der größeren mit 57 Parkplätzen liegt zur Straße An der Marienkapelle hin, die der kleineren zur Rheinstraße. Für Besucher gibt es 13 weitere Stellplätze, die an der Rheinstraße liegen und somit auch von den Nachbarn genutzt werden können. Wenn nichts dazwischenkommt, ist das sogenannte Rhein Entrée laut Theuerkaufer im Dezember 2013 fertig. Das sei das Ziel für alle Häuser. Denn obwohl zunächst die Gebäude, die zur Marienkapelle hin liegen, errichtet werden, "wollen wir durchbauen und nicht in Bauabschnitten arbeiten".

Wohnungen mit Blick auf den Rhein

Eine Besonderheit stellt die Beschaffenheit des Geländes dar: "Die Straße An der Marienkapelle liegt acht Meter höher als die Rheinstraße", sagt Theuerkaufer. Das heißt, dass einige Villen deutlich tiefer liegen als die anderen. "Somit haben mehrere Wohnungen den Blick auf den Rhein", erklärt Detlef Bloch, Leiter Immobilien, Vertrieb und Marketing bei Interboden. Vor Hochwasser müssten sich die Bewohner trotz der Rheinnähe nicht fürchten: Die Erschließung des Geländes erfolgt über die Straße An der Marienkapelle, "so dass die Wohnungen auch dann erreichbar sind", erklärt Theuerkaufer.

Für die Außenanlagen zeichnen die Landschaftsarchitekten von Club L 94 verantwortlich. Statt Hecken und Sträuchern wird es verschiedene Gräser geben, rund 76 Prozent des Gesamtareals werden als Park gestaltet.

Auch mit den Nachbarn vom Rheinhotel Dreesen ist man sich einig. Und eigentlich viel mehr als das. Denn es ist geplant, den Bewohnern des Rhein Entrées - der Name entstand in Anlehnung an die jahrelange Nutzung als Französische Botschaft - einen Service anzubieten. Für einen monatlichen Obolus, wie hoch dieser ausfällt, entscheidet sich nach den gebuchten Dienstleistungen, fungiert das Hotel als Fahrradverleih, Brötchendienst, Päckchen- oder Schlüsselabgabestelle, sagt Bloch. Außerdem könnte das Hotel als Gästezimmer dienen: Für Besuch der Bewohner gibt es wahrscheinlich Sondertarife.

An diesem Sonntag können sich Besucher ein Bild vom geplanten Rhein Entrée, An der Marienkapelle, machen. Die Aktion mit Hebebühne beginnt um 11 und endet voraussichtlich um 15 Uhr.

Weitere Informationen gibt es unter www.interboden.de