Beleuchtung der Behelfbrücke

Lampen am Bad Godesberger Bahnhof brennen durchgehend

Bad Godesberg. Bei der Sanierung des Godesberger Bahnhofs kommt es zu weiteren Verzögerungen, zudem gibt es Verwunderung über das dauerhafte Beleuchten der gesperrten Treppe. Gute Nachrichten gibt es hingegen aus der Bahnhofshalle.

Was am Godesberger Bahnhof reibungslos zu klappen scheint, ist die Beleuchtung der Behelfsbrücke – nur dass die schon seit Wochen kein Fahrgast mehr benutzt. Tag und Nacht brennen hier die Neonröhren. Die Frage, ob das erforderlich sei, hat die Pressestelle der Deutschen Bahn (DB) nicht beantwortet. Sie teilte allerdings mit, man sei „grundsätzlich bestrebt, die Fußgängerüberführung noch in diesem Jahr zurückzubauen“.

Die erforderlichen Sperrpausen seien noch in Abstimmungen mit der DB Netz. Daher gebe es keinen verbindlichen Termin, der Rückbau werde zurzeit „baubetrieblich eingetaktet“. Wie berichtet, sollte die Sanierung des Bahnhofs ursprünglich Ende 2016 beendet sein, dann war die Rede von April 2017. Die Bahn bestätigte am Montag die „Fertigstellung aller Arbeiten“ im dritten Quartal 2017.

„Ich frage mich schon, was das kostet“, sagte Lutz Beine mit Blick auf die funktionslose Behelfsbrücke. Der SPD-Fraktionschef in der Bezirksvertretung ist regelmäßiger Bahnpendler zwischen Bad Godesberg und Köln. Er kritisiert auch, dass der jeweils zweite Treppenaufgang zu den Bahnsteigen noch nicht freigegeben ist. „Das würde entlasten, weil es sich auf den Bahnsteigen schon ziemlich staut“, so Beine. Laut Bahn fehlen an den Treppenaufgängen der Personenunterführung noch Geländer, die demnächst angebracht werden sollen.

Aufzüge noch nicht in Betrieb

GA-Leser Willy Latz und seine Frau wollten sich eigentlich den Fortschritt der Bauarbeiten anschauen und dabei die neuen Aufzüge testen. Aber auch hier: Fehlanzeige. Der Fahrstuhl zwischen Tunnel und Bahnhofshalle fehlt ganz, die anderen sind zumindest eingebaut. Ein Bahnsprecher teilte dazu auf GA-Anfrage mit, dass die Aufzüge voraussichtlich Anfang des vierten Quartals in Betrieb werden. Das bedeutet mit Blick auf die bereits genannten Termine: erst wenn alle anderen Arbeiten erledigt sind.

Latz hatte bei seinem Bahnhofsausflug statt funktionierender Fahrstühle erste Schmierereien auf den weißen Kacheln des Tunnels entdeckt. Die hat die Bahn jedoch direkt wieder entfernt. „Graffiti ist bei der Deutschen Bahn leider ein Schwerpunkt der Vandalismusdelikte und NRW ist hiervon stark betroffen. Gerade die zeitnahe Entfernung von Schmierereien ist der DB sehr wichtig, um das Erfolgserlebnis der Sprayer zu schmälern. Deswegen beseitigt die DB die Schäden in der Regel innerhalb weniger Tage“, so der Bahnsprecher.

Buchhandlung hat wieder geöffnet

Gute Nachrichten gibt es aus der Bahnhofshalle: Die Buchhandlung Eckert hat dort seit dem vergangenen Donnerstag wieder geöffnet. Letzte Arbeiten an der Ladeneinrichtung sollen bis zum Monatsende fertig sein, die Kunden können aber jetzt schon wie vor der Sanierung gewohnt Bücher und Zeitschriften kaufen. Es ist nach der Bäckerei der zweite Laden, der zurück im Bahnhofsgebäude ist. Anfang August soll dann auch das Reisezentrum aus dem Container in seine sanierten Räume umziehen.

Zu den nächsten Arbeitsschritten teilte die Deutsche Bahn mit: „Aktuell finden Restarbeiten und Mängelbeseitigungen statt. Im Empfangsgebäude sind Fliesenarbeiten und die Fertigstellung des Aufzuges vorgesehen.“ Außerdem würden die Dächer auf den Bahnsteigen noch gedeckt. Anschließend werde die provisorische Beleuchtung gegen die endgültige ausgetauscht.

Im Laufe der kommenden Woche sollen außerdem die Planungen für die Videoüberwachung beginnen. Die Bundespolizei hält Kameras inzwischen doch für sinnvoll. Die Bezirksvertretung Bad Godesberg hatte die Überwachung schon seit Jahren gefordert, auch um Vandalismus zu verhindern.