Spielparadies für Kinder

Kita in Rüngsdorf wird umgestaltet

Nicht nur die Kinder, auch Leiterin Ulrike Limbach (rechts) und Eva Kons-Gierlich freuen sich auf das neue Außengelände.

Nicht nur die Kinder, auch Leiterin Ulrike Limbach (rechts) und Eva Kons-Gierlich freuen sich auf das neue Außengelände.

RÜNGSDORF. Das Außengelände des Margarete-Winkler-Kindergartens ist – gelinde gesagt – in die Jahre gekommen. Nun sollen die (teilweise) jahrzehntealten Spielgeräte weichen und Neuem Platz machen – einem Bereich für Unter-Dreijährige, einem für Über-Dreijährige.

1967 zogen Kinder und Erzieher in das Gebäude an der Rolandstraße ein, ungefähr zu dieser Zeit wurde auch der hintere Teil des Spielareals samt Sandkasten gebaut. 1998 kam der zweite Teil dazu, auf dem ein Klettergerüst steht; 2010 folgte eine Rutsche. Jetzt wird der Außenbereich umgestaltet.

Das Grundkonzept ist gleich: „Das Außengelände soll naturnah angelegt werden“, beschreibt Kindergartenkoordinatorin Sonja Velten von der Bürgerstiftung Rheinviertel, die Träger des Kiga ist.

Natürliche Materialien, unterschiedliche Bodenbeläge und verschiedene Höhen prägen das Bild. Und: Beide Bereiche haben zwar einen Altersschwerpunkt, dürfen aber von allen Kindern genutzt werden. Zwischen dem katholischen Kiga und der Kirche Sankt Andreas entsteht der U3-Bereich. Dort können die Kleinen künftig mit Wasser matschen, es wird eine Sandkiste samt Sandküche geben, erklären Velten und Kigaleiterin Ulrike Limbach.

Eine Minihangrutsche, eine Hügellandschaft und ein Krabbelpfad runden das Bild ab. Passend zum musikalischen Schwerpunkt der Einrichtung solle es Klangelemente geben. Und aus der alten Zeder, die jahrzehntelang das Areal zierte und gefällt werden musste, wird eine Kriechhöhle, erläutert Velten.

Der Boden besteht aus verschiedenen Materialien wie Schiefer oder Noppensteinen. Und auch Bobbycar und Räder können zum Einsatz kommen. „Dafür wird es einen Rundweg geben“, so Velten. Ein religiöser Bereich zur Kirche hin rundet das Bild ab.

Die älteren Kinder können sich ihre Zeit demnächst auf einem großen Parcours vertreiben. Rutschen, Klettern, Schaukeln und Hangeln sind dann kein Problem mehr. „Die Schaukel war uns besonders wichtig“, sagt Limbach. Die gebe es bisher nicht. Hinzu kommt ein Spielgerätehaus, außerdem wird es Abstellmöglichkeiten für die Kinderwagen geben.

Und wie es sich für eine naturnahe Anlage gehört, werden zwei Hochbeete angelegt. Obstbäume sorgen für Schatten, und an verschiedenen Sträuchern – geplant sind unter anderem Stachel-, Brom- und Himbeeren – sollen die Kinder eifrig ernten.

Noch stehen einige Abstimmungen an, Mitte November soll die endgültige Entscheidung fallen. „Im Idealfall können wir Ende 2018/Anfang 2019 beginnen“, sagt Velten. Gearbeitet wird in Abschnitten, sodass die Kinder auch während der Umgestaltung draußen spielen können. „Im Idealfall sind wir im Mai 2019 fertig.“ Insgesamt investiert die Bürgerstiftung rund 150.000 Euro.