Servatiusschule in Friesdorf

Flitzpausen, Bewegungstage und Sport im Wald

Spendenübergabe: (hinten von links) Cordula Simon-Schlicht, Martin Ließem, Erika Lägel und Darja Ploetz mit Schülern. FOTO: FRIESE

Spendenübergabe: (hinten von links) Cordula Simon-Schlicht, Martin Ließem, Erika Lägel und Darja Ploetz mit Schülern.

FRIESDORF. Auf dem Schulhof ist es laut, auf einem neuen Gerüst, gespendet von der VR-Bank Bonn, sieht man Kinder klettern. Der Schulalltag ist an der Servatiusschule ein ganz besonderer. Die Grundschule in Friesdorf ist eine "Bewegungsfreudige Schule".

Seit anderthalb Jahren setzt das Team um Schulleiterin Cordula Simon-Schlicht und Darja Ploetz, Leiterin der Offenen Ganztagsschule, ein entsprechendes Konzept um.

Servatiusschule in Bewegung - das bedeutet konkret, dass es an der Schule feste Bewegungstage gibt, an denen in der Sporthalle eine große Bewegungslandschaft aufgebaut wird, die dann alle Schüler an diesem Tag erleben können. Außerdem geht es an solchen Tagen zum Sport in den Wald. Aber das ist nicht alles.

Im Schulalltag sind sogenannte Flitzpausen fest verankert. Jede Klasse hat einen fest definierten Bewegungsauftrag und begibt sich mindestens einmal am Tag nach draußen, um kleine Übungen zu absolvieren. Die Befehle lauten dann etwa "Rückwärts über die Wackelbrücke" oder "Einmal im Entengang unter der Tischtennisplatte her", erzählte Simon-Schlicht. "Die Kinder lieben das."

All die Bewegungsaktionen haben den Hintergrund, dass Kinder mehr Bewegung bräuchten, wenn sie den ganzen Tag nur in der Schule hockten. Außerdem fördere Bewegung die Konzentration, so die Schulleiterin. Das Konzept werde zudem von dem breiten AG-Angebot mit sportlichem Schwerpunkt ergänzt, so Ploetz. Hier sei es sogar gelungen, mit ansässigen Sportvereinen zu kooperieren.

Hinter dem Bewegungskonzept steckt eine lange Geschichte. Aus einer groß angelegten Umfrage unter Lehrern, Schülern und Eltern ging vor mehr als zwei Jahren das Ergebnis hervor: Die Schule kann sich durch ein großes Sport- und Bewegungsangebot noch attraktiver machen. Dann wurde im Kollegium das Konzept entwickelt, und die Lehrer bilden sich nun ständig fort.

Allerdings konnte die Schule dieses große Projekt nicht alleine stemmen. Um das Konzept umzusetzen, musste der Schulhof ausgestaltet werden. Ein großes Klettergerüst sollte her.

Dieses finanzierte die VR-Bank Bonn. "Das Projekt liegt gut auf unserer Linie", sagte Martin Ließem, Stiftungsvorstand der VR-Bank. Die Stiftung fördert regionale Projekte, bevorzugt im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit. Da passe die "Servatiusschule in Bewegung" wunderbar rein. Das Schönste an dem Projekt: Auch die Lehrer machen mit. Zum Glück, fand Simon-Schlicht: "Denn Schule muss in Bewegung bleiben."