Wohnungssuche bleibt ein zentrales Thema

Flüchtlingshilfe startet Fortbildungsreihe für Ehrenamtliche

Der runde Tisch tagt regelmäßig. Bei einer der vergangenen Sitzungen waren neben den Akteuren der Flüchtlingshilfe auch Vertreter der politischen Fraktionen dabei.

Der runde Tisch tagt regelmäßig. Bei einer der vergangenen Sitzungen waren neben den Akteuren der Flüchtlingshilfe auch Vertreter der politischen Fraktionen dabei.

Bad Godesberg. Runder Tisch tagt alle sechs bis acht Wochen in Bad Godesberg.

Der runde Tisch Flüchtlingshilfe Bad Godesberg tagt seit 2014 alle sechs bis acht Wochen. Mit dabei sind neben Pfarrer Wolfgang Picken, der den runden Tisch ins Leben gerufen hat, verschiedene Akteure der Flüchtlingshilfe.

Neben der lokalen Vernetzung und dem Schließen von Förderungslücken ist der Austausch mit der Stadt Bonn ein Ziel des runden Tisches. So stellte die städtische Integrationsbeauftragte Coletta Manemann beim jüngsten Treffen ein neues Landesprojekt zur beruflichen Integration vor, an dem sich die Stadt Bonn beteiligt.

Außerdem gab es Informationen zu den Verpflichtungserklärungen und zur neuen Fortbildungsreihe für Ehrenamtliche.

Im Februar startet die erste von neun Veranstaltungen, die bis Ende November stattfinden. Mit dabei sind die evangelische sowie katholische Flüchtlingshilfe, das Deutsche Rote Kreuz, der Verein Ausbildung statt Abschiebung und der Kölner Flüchtlingsrat. "Die Themen reichen von einem generellen Faktencheck bis zu spezialisierten Sujets wie Passbeschaffung und Sprachvermittlung über digitale Medien", erläutert Alice von Spee, Koordinatorin des runden Tisches.

Manemann hingegen stellte das NRW-Projekt zur beruflichen Integration junger, erwachsener Flüchtlinge vor. Die Stadt beteiligt sich nicht nur daran, sie entwickelt in Zusammenarbeit mit anderen Kommunen und unter Einbeziehung lokaler Akteure auch ein systematisches Vorgehen zur Lösung von Konflikten rund um das Thema Zuwanderung.

"Beispielsweise in Stadtvierteln oder Nachbarschaften", so die Integrationsbeauftragte. Zentrales Thema wird laut Manemann in diesem Jahr weiterhin das Thema Wohnungssuche sein. Denn für die Integration insbesondere von geflüchteten Familien sei das Wohnen im eigenen Zuhause statt in der Flüchtlingsunterkunft sehr wichtig.

"Nicht nur für die Wohnungssuche und das Einleben im neuen Umfeld, sondern auch bei vielen anderen Anliegen Geflüchteter ist die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe in Bad Godesberg eine große und kompetente Unterstützung", so Manemann.

Außerdem ging es bei der Sitzung um Verpflichtungserklärungen. Nachdem sechs Urteile bei Klageverfahren beim Verwaltungsgericht Köln zugunsten der Bürgen entschieden worden seien, gebe es mehrere Initiativen auf politischer Ebene, um eine Entlastung der Bürgen zu erreichen, sagte Christoph Nicolai von der Flüchtlingshilfe Syrien der evangelischen Johannes-Kirchengemeinde.

Eine bundeseinheitliche Regelung sei in Aussicht, die Kostenverteilung zwischen Bund und Ländern noch strittig. Auf lokaler Ebene habe die Stadt ihre Forderungen für zwei Jahre ausgesetzt und wolle den Kontakt zu den Bürgen aufnehmen, um die Zahlungsverpflichtung zu überprüfen. (oni)