Aufbau der Traglufthalle

Bagger beschädigen Hauptleitungen im Friesi

Leere Becken: Bei den vorbereitenden Arbeiten für die Traglufthalle sind Hauptleitungen beschädigt worden.

Leere Becken: Bei den vorbereitenden Arbeiten für die Traglufthalle sind Hauptleitungen beschädigt worden.

Friesdorf. Bei der Vorbereitung zum Aufbau der Traglufthalle im Friesi hat es eine Panne gegeben: Bagger haben die Leitungen zum Schwimmbecken beschädigt. Dadurch verzögert sich auch die Inbetriebnahme der Halle.

Beim Aufbau der Traglufthalle im Friesdorfer Freibad kommt es zu weiteren Verzögerungen. Nach Angaben von Vizestadtsprecher Marc Hoffmann soll die Halle in rund vier Wochen stehen. Dass der im Februar genannte Termin – Fertigstellung Mitte März – nicht eingehalten werden kann, liegt nach Angaben der Stadt zum einen am Frost der vergangenen Wochen. Zum anderen aber auch an durch die Arbeiten beschädigten Hauptleitungen für das Becken.

Laut Hoffmann sind die Schäden beim Setzen der Erdanker für die Traglufthalle entstanden. Sie hätten zu einem Wasserverlust im Becken geführt. So werde nun „eine Kanal-TV-Untersuchung der Schwimmbad-Grundleitungen (Zu- und Ableitung für das Becken) durchgeführt“. Das mache man, um mögliche weitere Schäden aufzuspüren. „Die konkreten Schadstellen werden mittels Kameraortung gesucht, da hinsichtlich der alten Schwimmbecken keine aussagekräftigen Bestandspläne für Grundleitungen existieren. Außerdem wird die Kamerabefahrung der Leitungen Aufschluss darüber geben, ob die nachträgliche Abdichtung der Grundleitungen erfolgreich ist“, teilt der Sprecher mit. „Sofern sich dabei keine weiteren größeren Schäden ergeben, sollen die Arbeiten innerhalb von vier Wochen beendet werden.“ Mit den letzten Erdarbeiten und der Installation der Sanitär- und Heizgewerke könne es jetzt regulär weitergehen.

Sind alle Vorarbeiten erledigt, erfolgt der Aufbau der Traglufthalle, was maximal drei bis vier Tage in Anspruch nehmen werde, so die Stadt. „Das Städtische Gebäudemanagement und seine Projektpartner arbeiten mit Hochdruck daran, dass die Traglufthalle dann Mitte April 2018 erstmals in Betrieb gehen kann.“ Das bedeutet, dass Vereine wie die Schwimmgemeinschaft Wachtberg-Godesberg die Halle weniger lang nutzen können als bisher geplant. Denn mit Beginn der Freibadsaison wird die Halle dann bis zum kommenden Winter schon wieder weggepackt.

Die Miete für die Halle der Berliner Firma Paranet beträgt für vier Jahre 654 819,36 Euro. Mit Auf-, Ab- und Umbauten werden es 1,3 Millionen Euro. Von den Umkleiden gelangen Badegäste über einen Gang direkt zum Becken.