Villen an der Rheinallee

Algerier geben ihr Konsulat auf

Die Villen an der Rheinallee, die mit einem gläsernen Zwischentrakt verbunden sind, gehören der Republik Algerien.

VILLENVIERTEL. Bereits Ende 2013 wurde das Algerische Generalkonsulat an der Rheinallee/Ecke Kronprinzenstraße geschlossen und Anfang dieses Jahres in Frankfurt am Main wiedereröffnet. Das bestätigte jetzt ein Sprecher der algerischen Botschaft in Berlin.

Was aus den beiden denkmalgeschützten Villen wird, teilte die Botschaft nicht mit. Die beiden Häuser mit den Hausnummern 32 und 34 befinden sich im Eigentum der Demokratischen Volksrepublik Algerien.

Nachdem Algerien 1962 seine Unabhängigkeit erlangt hatte, nahm der Staat diplomatische Beziehungen zur Bundesrepublik auf und richtete seine Vertretung in Bad Godesberg ein. Die Botschaft Algeriens in der Bundesrepublik Deutschland hatte von 1962/63 bis 1999/2000 ihren Sitz an der Rheinallee. Die Kanzlei der Botschaft arbeitete zunächst in der Villa Rheinallee 32.

Während die diplomatischen Beziehungen beider Länder zwischen Mai 1965 und Dezember 1971 infolge der Anerkennung Israels durch die Bundesrepublik unterbrochen waren, hatte die Botschaft nur den Status einer Interessenvertretung. Nach 1985 übernahm Algerien auch die benachbarte Villa Rheinallee 34, in der zuvor die Botschaftskanzlei des Tschad beheimatet war. Beide Gebäude wurden durch einen gläsernen Zwischentrakt miteinander verbunden.

Nach dem Umzug nach Berlin wandelten die Nordafrikaner die ehemalige Botschaft in das algerisches Generalkonsulat um - das einzige in Deutschland.