Am Fuß des Langen Eugen

Abgeordnetenhaus seit Montag exterritoriales Gebiet

Modernster Standard: Das Alte Abgeordnetenhaus unterhalb des Langen Eugen ist zum Energiesparhaus umgebaut worden.

BONN. Seit Montag ist Bonn ein Stückchen kleiner, hat aber als UN-Standort an Größe gewonnen: Die Vereinten Nationen haben das sanierte Alte Abgeordnetenhochhaus am Langen Eugen übernommen. Das Gebäude gehört nun zum exterritorialen UN-Gebiet in Deutschland und erweitert den UN-Campus auf dem ehemaligen Bundestagsgelände.

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) hilft bei der Verwaltung des Gebäudes. Mit der endgültigen Übernahme gehen wichtige Veränderungen einher: Künftig werden alle UN-Organisationen unter der Anschrift "Platz der Vereinten Nationen 1,53113 Bonn" firmieren.

Der Haupteingang für den Campus wird zum Platz der Vereinten Nationen 1 verlegt, wie Alice Fiser von der UN-Informationsstelle in Bonn mitteilt. Der Eingang Hermann-Ehlers-Straße 10 wird als Hauptzugang geschlossen.

Die UN haben ihren Sitz in Bonn seit 1951. Aus einer Handvoll Mitarbeitern in den Anfängen ist die UN-Familie in der Bundesstadt heute auf knapp 1000 Mitarbeiter in 18 Agenturen angewachsen. Alle Organisationen unterstützen die gezielten Bemühungen der Regierungen für eine nachhaltige Zukunft in den Bereichen Klimawandel, Landdegradierung, Biodiversität, Freiwilligendienste, Katastrophenvorsorge, Bildung, Gesundheit, menschliche Sicherheit sowie Artenschutz.

Das Bundeshaus ist nach höchsten energetischen Ansprüchen umgebaut worden. Dämmung und Fenster senken den Energieverbrauch um rund 60 Prozent. Eingezogen sind die UN-Mitarbeiter noch nicht. Ursprünglich war die Fertigstellung für 2011 geplant.

Platz bietet das Haus für 275 Mitarbeiter des Klimasekretariats, das mittlerweile aber rund 600 Frauen und Männer beschäftigt. Der Großteil soll in einem geplanten benachbarten Erweiterungsbau unterkommen.