Neue Bauprojekte am Platanenweg

Blick vom Kreuzberg. Das Hochhaus rechts soll erweitert werden, links steht das Beschaffungsamt.

Blick vom Kreuzberg. Das Hochhaus rechts soll erweitert werden, links steht das Beschaffungsamt.

Eines der Hochhäuser soll erweitert und umgebaut werden. Nutzung für ehemaliges Beschaffungsamt noch in Planung

Beuel. Die 16 Stockwerke des Bürohauses am Platanenweg 29 stehen schon seit sechs Jahren leer. Nun soll das Gebäude, in dem seit 1974 immer Bundeseinrichtungen wie das Sanitätsamt der Bundeswehr einzogen, erweitert und von Grund auf umgebaut werden. Die politischen Gremien gaben für den Start des Planverfahrens grünes Licht.

Das Gebäude auf dem etwa 4 200 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Bahntrasse, Königswinterer Straße und Bröltalbahnweg gehört der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse (KZVK), die von Köln aus die Betriebsrente von rund einer halben Million Beschäftigten im kirchlichen und caritativen Dienst sichert und verwaltet.

Wie viel die KZVK in das Objekt investieren wird, konnte Rechtsanwalt Christoph Heinen, der die KZVK vertritt, nicht sagen. Auch über Zeitachsen und mögliche zukünftige Nutzer wollte er sich nicht äußern. Klar sei vielmehr, dass der Bau modernen Anforderungen für Büronutzungen nicht mehr entspricht.

Die Pläne sehen vor, das Gebäude mit der nicht mehr ganz zeitgemäßen Waschbeton-Fassade auf der einen Seite um zweieinhalb Meter, in der anderen um 12 Meter zu verbreitern. Das Gebäude wird dann die Grundmaße von etwa 20 mal 38 Meter haben. Die vergrößerte Nutzfläche für mehr Mitarbeiter auf einer Ebene ermögliche dem Nutzer eine wesentliche Verbesserung der Kommunikation durch einen umlaufenden Flurbereich um den Treppen- beziehungsweise Aufzugskern, so die Planer.

Dadurch erhöhe sich die Nutzfläche von 360 auf geplante 550 Quadratmeter je Ebene, die in etwa für eine Abteilung von 30 bis 40 Mitarbeitern ausreiche. "Dies entspricht einer am Markt orientierten Größenordnung", erklären die Planer. Außerdem wird es um zwei auf 18 Vollgeschosse erweitert. Da dadurch das Technikgeschoss komplett darin aufgehen wird, wird das Gebäude in seiner Gesamthöhe aber nur etwa anderthalb Meter höher.

Der Eingangsbereich soll durch ein auskragendes Bauteil einladender gestaltet werden.

Nicht erweitern lässt sich die Tiefgarage mit ihren 113 Stellplätzen. Deshalb sind entlang der Tiefgaragenzufahrt und des Platanenwegs weitere 15 Parkplätze geplant, auf einer angrenzenden öffentlichen Teilfläche, die der KZVK verkauft werden soll, können weitere 22 Parkplätze entstehen.

Dafür wird der Investor am Ende des Platanenwegs auf eigene Kosten eine Wendeanlage bauen lassen. Komplett neu wird auch die Fassade, die auf jeden Fall "zeitlos" werden soll. Details sind noch in Planung. Klar ist: Es wird heutigen energetischen Anforderungen gerecht.

Auch am vorderen Ende des Platanenwegs, an der Sankt-Augustiner-Straße, wird sich etwas Neues tun. Das Beschaffungsamt zieht im Dezember in sein neues Domizil an der Bornheimer Straße. Die Eigentümerin, die Ariston Real Estate AG in München, verfolgt derzeit parallel drei Nutzungsoptionen, und zwar entweder weiterhin als Büro mit einem neuen Mieter, als Hotel mit einem entsprechenden Betreiber oder als Studentenwohnheim "mit einem vor Ort ansässigen Betreiber", wie es bei der Stadt heißt.

Da sich das Gebäude in einem sogenannten Mischgebiet befindet, seien laut Stadtverwaltung alle drei Optionen planungsrechtlich zulässig. Ein mögliches Studentenwohnheim müsse indes intensiv begleitet werden, "um die für Wohnen noch nicht vorhandene Infrastruktur zu installieren und das Umfeld entsprechend zu gestalten", teilte die Verwaltung mit.