Mahnmal

Keine Bedenken gegen das Denkmal

An der Bücherkiste stehen der Künstler Andreas Knitz (rechts) und Initiator Wolfgang Deuling und unterhalten sich über das geplante Mahnmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung durch die Nazis.

BONN. Spender für Kunstwerk auf dem Marktplatz gesucht: Ortstermin in Bonn: Der Künstler Andreas Knitz aus Ravensburg hat jetzt den Marktplatz inspiziert, wo das von ihm und seinem Künstlerkollegen Horst Hoheisel aus Kassel entworfene Mahnmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung der Nazis im Jahr 1933 errichtet werden soll.

Die Idee dazu hatte Wolfgang Deuling, einst Büroleiter des früheren SPD-Bundestagsabgeordneten Hans-Jürgen Wischnewski. Danach sollen bronzene Lesezeichen mit Titeln und Namen der Autoren der von den Nazi verbrannten Bücher ins Pflaster verlegt werden. Vor dem Alten Rathaus wollen die Künstler eine wetterfeste Kiste in den Boden versenken. Sie soll mit Büchern der verfemten Autoren gefüllt und regelmäßig zum Jahrestag geöffnet werden.

"Der Standort eignet sich gut für unser Mahnmal", sagte Knitz nach der Ortsbegehung. Auch zeigte er sich über das anschließende Gespräch mit der Bonner Kulturverwaltung sehr zufrieden. "Anfängliche Bedenken hinsichtlich der Bücherkiste konnten wir ausräumen. Das Mahnmal wird jetzt so umgesetzt, wie wir es geplant haben," freute sich Knitz. Er gab sich außerdem zuversichtlich, dass das Kunstwerk pünktlich zum 80. Jahrestag der Bücherverbrennung am 13. Mai 2013 eingeweiht werden kann.

Allerdings muss noch eine Hürde genommen werden: Die Finanzierung des Denkmals, das rund 50.000 Euro kosten soll, ist noch nicht in trockenen Tüchern. Wie berichtet, hatte der Stadtrat der Errichtung des Mahnmals zugestimmt, allerdings gibt es angesichts der schlechten Haushaltslage kein Geld von der Stadt. Statt dessen soll die Verwaltung nach Spendern und Sponsoren Ausschau halten. Weitere Infos beim Kulturamt unter der Rufnummer 0228/774551 oder nach einer E-Mail an angela.weller@bonn.de.