Zahlreiche Objekte durchsucht

Zoll überprüft Reinigungsfirmen in Bonn und der Region

Ein Zollbeamter bei der Arbeit (Symbolbild).

Ein Zollbeamter bei der Arbeit (Symbolbild).

BONN/KÖLN. Das Hauptzollamt Köln hat Beschäftigte von Reinigungsfirmen genauer unter die Lupe genommen. Darunter einige Angestellte aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis. Bei der bundesweiten Aktion ging es um die Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung.

Das Hauptzollamt in Köln hat gemeinsam mit Mitarbeitern der Standorte Bonn und Bergisch Gladbach am Montag 59 Objekte im Großraum Köln durchsucht - darunter 38 Objekte in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis. Hintergrund war eine bundesweite Schwerpunktprüfung von Gebäudereinigungsfirmen. Besonders im Fokus standen dabei laut Zoll die Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung.

Bei der Überprüfung nahmen die Beamten die Daten der Beschäftigten in den Reinigungsfirmen auf. Sie befragten 369 Arbeitnehmer nach ihren Beschäftigungsverhältnissen, Aufenthaltstiteln und ihren Arbeitslöhnen. Noch vor Ort ahndeten die Beamten 14 Verstöße bezüglich Mindestlohn, sozialversicherungspflichtigen Meldepflichten und der Beschäftigung ohne Arbeitserlaubnis. Daneben leitete der Zoll zwei Strafverfahren wegen illegalen Aufenthalts ein.

Wie Zoll-Sprecherin Bianca Munkler sagte, würden die vor Ort ermittelten Daten und Aussagen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer geprüft und ausgewertet. Dabei kämen immer wieder Widersprüche auf, worauf laut Munkler "entsprechende Maßnahmen" eingeleitet würden. 

59 Zöllnerinnen und Zöllnern der Standorte Köln, Bonn und Bergisch Gladbach waren im Einsatz.