Raddemo zur Cop23

Radfahrer auf A555 in Höhe Rodenkirchen gestoppt

Köln. Im Rahmen der Raddemo zur Cop23 haben einige Radfahrer sich offenbar nicht an das Fahrverbot auf der A 555 gehalten.

Die Polizei hat sechs Radler gestoppt, die Autobahn war zwischenzeitlich daraufhin nur einspurig befahrbar. Inzwischen ist die Strecke geräumt und der Verkehr rollt wieder normal. Bis zuletzt hatten einige Demonstranten lautstark gefordert, die Autobahn freizugeben. Aber die Polizei verhinderte es, dass die Demonstranten über den Verteilerkreis ihre erste Runde ziehen konnten. Der Startschuss fiel im Wassewerkswäldchen, neben dem Verteilerkreis Süd in Köln. Langsam setzte sich der Tross von etwa 1000 Fahrradfahrern in Bewegung. Der Weg führte durch Rondorf, Hahnwald, Godorf über Wesseling nach Bonn. "Wären wir über die Autobahn gefahren, hätte es wahrscheinlich weniger Stau gegeben", sagt Sabine Weber mit Blick auf das Verkehrschaos,das an der abgesperrten Strecke herrschte.

Die Baumschutzaktivisten verschiedener Bürgerinitiativen, die in den letzten Jahren vergeblich versucht haben, den Kahlschlag an der Bonner Straße zu verhindern, nutzten die Gelegenheit des Klimagipfels, um den Fahrraddemonstranten eine klare Botschaft mit auf den Weg zu geben: "Köln grüßt den Klimagipfel in Bonn". Fotos zeigen die Bonner Straße kurz vor dem Verteilerkreis Süd mit altem Baumbestand auf der einen Seite, den vor wenigen Tagen durchgeführten Kahlschlag. "Auch Bäume gehören zum Klimaschutz",sagt Aktivistin Sabrina Rogan, die sich auf einem der mittlerweile 274 Baumstümpfe postiert hat, um die Radfahrer auf dem Weg nach Bonn zu begrüßen. Weißer Trauerflor hängt an ihren Armen. Einige andere Aktivisten tragen Atemschutz, wegen der künftig noch höhren Stickoxidbelastung.