GA-Sprechstunde

Räude bei Hunden

Wenn Hunde Schuppen und Rötungen auf der Haut habe, sich häufig kratzen, können das Symptome der ansteckenden Räude beziehungsweise einem Milbenbefall sein, sagt Tierarzt Dr. Ansgar Waldmann aus Bonn.

Es gibt zwei Arten von Räude. Es gibt die Demodex-Milbe (Haarbalgmilbe), die sich auf fast jedem Hund findet und nur in bestimmten Fällen stark ausbreitet. Die Haarbalgmilben sorgen durch ihre übermäßige Vermehrung zu Haarverlust an den betroffenen Stellen.

Es kommt zu Schuppenbildung und Rötung. Durch das verursachte Kratzen können Wunden und Infektionen entstehen. Behandelt wird der Befall mit Spot-Ons, medizinischen Bädern und Waschungen. Bei jungen Hunden kommt es oft zu einer Spontanheilung ohne Behandlung.

Die zweite Art der Räude ist die Sarcoptes-Räude, verursacht durch Grabmilben. Diese graben sich in die Haut ein. Es treten gerötete kleine Papeln auf oder Pusteln. Vermehrt finden sie sich an den Ohrrändern, um die Augen, Ellenbogen, Sprunggelenken und Bauch.

Es kommt zu Rötungen und Haarausfall. Die Grabmilbe ist auch auf den Menschen übertragbar und führt zu juckender, geröteter Haut. Beim Menschen wird die Erkrankung auch Krätze genannt. Die Hundemilben bleiben jedoch nicht auf dem Menschen, da sie dort nach einiger Zeit sterben. Die Behandlung erfolgt ebenfalls durch Spot-Ons.

Wichtig ist bei der Sarcoptes-Milbe die Umgebungsbehandlung. Sämtliche Liegeplätze und Aufenthaltsorte des befallenen Tieres müssen gesäubert werden. Zudem sollte eine gewisse Zeit Hundekontakt vermieden werden, um eine Ansteckung zu verhindern.

Info: Tierärzte aus Bonn und der Region geben hier Rat zu Themen rund um das Tier. Diesmal die Praxis für Kleintiere, Dr. Ansgar Waldmann, Eduard-Otto-Str. 34, 53129 Bonn,www.tierarzt-bonn.de