Von Bönnsch bis Craft Beer

Diese Biere kommen aus Bonn und der Region

In Deutschland geht der Bierdurst seit Jahren zurück.

In Bonn und der Region gibt es viele selbstgebraute Biere.

Bonn/Region. Kölsch und Pils kennt jeder. Den meisten wird wohl auch das Bonner Bier "Bönnsch" bekannt sein. Aber in Bonn und der Region gibt es noch mehr selbstgebraute Biere. Wie diese schmecken und welche Sorten es gibt, zeigt dieser Überblick.

Bönnsch

Das wohl bekannteste Bier aus Bonn und der Region ist das "Bönnsch". Dieses wird in vier verschiedenen Sorten im gleichnamigen Brauhaus ausgeschenkt. Es hat sogar ein eigenes Bönnsch-Glas, in dem es serviert wird. Das Bönnsch gibt es in den Sorten naturtrüb, als Weizen oder saisonal als Bönnsch Märzen oder Bönnsch Festbier. Die ersten drei sind obergärig,  also mit obergäriger Hefe vergoren. Obergärige Hefen wandeln sich bei moderaten bis warmen Temperaturen von 15 bis 20 Grad Celsius am besten in Alkohol um. Demgegenüber werden untergärige Biere bei 4 bis maximal Grad hergestellt.

Das Bönnsch naturtrüb wird als rein - mit einer fein herben Hopfennote beschrieben. Es soll leicht süßlich und sehr süffig im Trunk sein. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,6 Prozent. Das Bönnsch Weizen ist leicht bernsteinfarben, fruchtig frisch, sehr spritzig und erfrischend bei einem Alkoholgehalt von 5,4 Prozent. Von März bis Juni wird das Bönnsch Märzen angeboten, ein feinherbes und würziges Frühlingsbier.

In den Wintermonaten November und Dezember wird im Brauhaus das Bönnsch Festbier serviert. Dieses ist das einzige untergärige Bier der vier Sorten. Es ist etwas dunkler als die anderen und hat einen feinherben und malzaromatischen Geschmack. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,6 Prozent.

Eine Brauhaus-Challenge im Brauhaus "Bönnsch".

Bei einer Brauhaus-Challenge wird das Bönnsch verkostet.

 

Macholds

Seit den 90er-Jahren wird im Bierhaus Machold das eigene Bier "Macholds" gebraut. Dieses ist ein unfiltriertes, obergäriges Spezialbier, das es in zwei verschiedenen Sorten gibt: einmal als Macholds Dunkel und einmal "normal" als naturtrübes Bier.

Ennert-Bräu und Beethoven-Bräu

Aus Bonn-Pützchen stammen zwei weitere Biere: Das Ennert-Bräu und das Beethoven-Bräu sind beides Craft-Biere, also handgebraut und nur in kleinen Mengen hergestellt. Von beiden Sorten gibt es verschiedene saisonale Abwandlungen. Außerdem gibt es ein Brown Pale Ale. Alle Biere können im Ennert-Bräu in Pützchen probiert werden. Das "normale" Ennert-Bräu wird als naturbelassen, frisch, hell und süffig bezeichnet. Im Sommer kann unter anderem aus den Sorten Waldmeister, Kirsche oder Himbeere gewählt werden. Es hat einen Alkoholgehalt von 4,8 Prozent. Die saisonalen Sorten heißen Lokalpatriot, Bonnensis (ein Weizenbier) und Kaminfeuer.

Das Beethoven-Bräu gibt es in den Sorten Große Freiheit, Springtime und Pale Pilsner. Die Große Freiheit ist die Winteredition mit 6,5 Prozent Alkoholgehalt, Springtime ist das Frühlingsbier mit zitrusartigen Hopfenaromen und 5,9 Prozent Alkohol. Das Pale Pilsner hat einen Alkoholgehalt von 5,8 Prozent.

Ale Mania

Das Unternehmen Ale Mania vertreibt ebenfalls Bier aus Bonn. Die Sorten sind vielfältig und teils ungewöhnlich. Der Käufer kann sich zwischen den zehn Sorten IPA Mania, Drypa, Bonner Wieß, Imperial Red Ale, Session IPA, Pale Ale, Ginger Ninja, Sommer Saison, Gose Mania und Aprigose entscheiden. Von kräftig-karamelligem Malzgeschmack beim IPA Mania über das Ginger Ninja mit frischem Ingwer, Orangenschalen und Koriander bis zur Aprigose, einem traditionellen Weizenbier, das mit Aprikosen versetzt wurde, ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Brauerei in Pützchen: Die Abfüllmaschine für das Ale-Mania-Bier stammt von einem Moselwinzer.

Brauerei in Pützchen: Die Abfüllmaschine für das Ale-Mania-Bier stammt von einem Moselwinzer.

 

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