Mit Ina Hüging dürfen die SSF von der Bundesliga träumen

Mit Ina Hüging dürfen die SSF von der Bundesliga träumen

Olympiateilnehmerin aus Münster wechselt zu Bonner Schwimmern - Am Wochenende geht's um die Qualifikation zur Aufstiegsrunde in die Bundesliga

Bonn. Olympiateilnehmerin Ina Hüging soll die Schwimmerinnen der SSF Bonn in die Bundesliga zurückführen. Am Wochenende geht die 21-jährige Deutsche Vizemeisterin über 200 m Brust, die in Sydney im Vorlauf gescheitert war, beim Vorkampf der 2. Bundesliga West in Gladbeck erstmals für die Bonner an den Start. "Mit ihr peilen wir ganz klar die Bundesliga-Aufstiegsrunde zwei Wochen später in Gelsenkirchen an", sagt SSF-Cheftrainer Uwe Werkhausen.

Hüging, bei den Weltmeisterschaften 1998 Zwölfte über ihre Spezialstrecke, wird das Maximum von fünf Starts bestreiten. Außer den beiden Bruststrecken schwimmt die gebürtige Quedlinburgerin, die von der SG Münster nach Bonn wechselte, die 200 und 400 m Lagen sowie die 200 m Schmetterling. Sie sollte so viele Punkte sammeln, dass die Bonnerinnen den Vorkampf glatt gewinnen dürften. Von den sieben Mannschaften, die in Bergisch Gladbach starten, war vor einem Jahr nur das Schwimmteam Köln 800 Zähler besser als die SSF-Frauen, doch diese Mannschaft hat sich inzwischen weitgehend aufgelöst. Weitere Gegner sind die Schwimm-Gemeinschaften aus Bergisch Gladbach, Essen, Neuss, Siegen und Gladbeck.

Zweites Aushängeschild der Bonnerinnen ist Langstrecken-Spezialistin Christiane Vendel. Die Teilnehmerin an den Junioren-Europameisterschaften springt ebenfalls fünf Mal vom Block. In der gerade erschienenen Weltbestenliste wird die 15-Jährige an sechster Stelle über 1 500 m Freistil (17:08,20) geführt. Auf fünf Starts kommen auch Tabea Mandt und Katja Braschoss (Hellas Siegburg), die ihr Zweitstartrecht für die SSF nutzt.

Schwerer dürfte es in diesem Jahr in der 2. Bundesliga für die Bonner Männer werden, die 2000 noch die Aufstiegsrunde in Hamburg erreicht hatten. Das Team um die Oldies Stefan Pfeiffer - der frühere Vizeweltmeister schwimmt die 100 m Freistil und 100 m Brust - und Patrick Hermannspan (100 und 200 m Rücken) ist diesmal eher schwächer einzuschätzen. Vielstarter sind Ina Hügings Freund Michael Schwarz, der stark verbesserte 16-jährige Stefan Matheka und der Quadrath-Ichendorfer Alexander Rütz, der ebenfalls von seinem Zweitstartrecht Gebrauch machen wird.

"Für die Männer ist der Aufstiegsendkampf eher unrealistisch", sagt Werkhausen. Sein Team trifft in Bergisch Gladbach auf die SG Neuss, den Aachener SV, die SG Erft, das Schwimmteam Köln und den SC Hardtberg. Zumindest den Vergleich mit den Hardtbergern sollten die Bonner aber klar gewinnen können. 51 400 Punkten der SSF standen vor einem Jahr 44 700 des Schwimm-Clubs gegenüber. Sollten sich beide Mannschaften nicht für Gelsenkirchen qualifizieren, treffen sie sich zwei Wochen später erneut aufeinander - im Bonner Frankenbad.

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