Kirmes und Sommerfest in Odendorf: Zwei tolle Tage auf dem Zehnthofplatz

Kirmes und Sommerfest in Odendorf : Zwei tolle Tage auf dem Zehnthofplatz

Vielfalt und Abwechslung hieß die Devise beim Sommerfest und der Kirmes in Odendorf. Der Ortsausschuss hatte ein buntes Programm vorbereitet. Das reichte von Hüpfburg und Kettenkarussell bis zum Bullenreiten, und von Tennisspielen bis Rudel-Gucken des EM-Viertelfinales. Höhepunkt war der Auftritt von "De Sockeschöss".

Der Odendorfer Ortsausschuss hatte sich am Wochenende beim 16. Dorffest mit Kirmes wieder einmal selbst übertroffen. Denn Vielfalt und Abwechslung hieß die Devise an beiden Tagen. „Dorffest und Kirmes sind wichtig für die Gemeinschaft, da man sich bei solchen Gelegenheiten trifft“, sagte Swisttals Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner, die gemeinsam mit Ortsvorsteherin Elisabeth Kümpel die Festivitäten am Samstag auf dem Zehnthofplatz eröffnete.

Mancher Besucher hatte bei den zahlreichen Attraktionen die Qual der Wahl. Wer auf der Suche nach alten Büchern oder anderen „Schätzchen“ war, der wurde beim Flohmarkt fündig, den die SPD organisiert hatte. Eine Hüpfburg, ein historisches Kettenkarussell, Fußballtorwandschießen, ein Naturquiz und Töpfern unterhielten die jungen Besucher. So mancher versuchte sich im Tennisspielen beim Tennisclub Odendorf, gab es doch dank eines aufgespannten Niedrignetzes die idealen Voraussetzungen für Anfänger, ein Gefühl für den Sport zu entwickeln.

Die Grundschüler stellten unter dem Motto „Große Künstler – Kleine Künstler“ zum ersten Mal ihre Kunstwerke am Rande des Platzes aus. „In den vergangenen Jahren hatten wir die Ausstellung im Zehnthaus untergebracht. Dabei haben wir festgestellt, dass sich nach der Eröffnung keiner mehr die Bilder ansah. Durch die öffentliche Präsentation ist das jetzt anders“, freute sich Michael Gadow, Vorsitzender des Ortsausschusses, der seit drei Jahren das Fest organisiert.

„Bullenreiten“ als besondere Attraktion

Schon am Samstagmittag war der Festplatz gut gefüllt. Besondere Attraktion war das „Bullenreiten“, bei dem sich Wagemutige zur Gaudi der Zuschauer möglichst lange auf dem sich wild bewegenden Plastikbullen halten mussten. Zu den Gewinnern gehörte bei den Frauen mit 65 Sekunden Louisa Albrecht, bei den Männern mit 1,05 Minuten Malte Bartels. „Es ist schon schwierig, überhaupt da raufzusteigen“, sagte Gadow nach einem Selbstversuch.

Aber nicht nur solch schwierige sportliche Aktivitäten sorgten für Kurzweil. Auch die Grundschüler aus der Tanz- und Musical AG zeigten ihre gesanglichen und tänzerischen Qualitäten, was die Zuschauer mit langanhaltendem Applaus quittierten und Moderator Jörg Freyer, Inhaber des Cafés von Sturm, zu begeistertem Lob animierte.

Mit großen Augen beobachtete das Treiben des Sommerfestes der Syrer Lalsh Ahmad. Er stand mit anderen Asylbewerbern an einem Stand am Rande des Platzes und verkaufte selbst gefertigte Falafel. Über mangelnden Absatz konnte sich der 27-Jährige, der seit 16 Monaten mit seiner Familie in Deutschland lebt, nicht beklagen. Er besucht regelmäßig die interkulturelle Begegnungsstätte Swisttal im Odendorfer Dietrich-Bonhoeffer-Haus.

Verkauf heimatlicher Speisen

Er und andere Besucher der Begegnungsstätte wollten durch den Verkauf heimatlicher Speisen „die Leckereien ihrer Länder hier bekannt machen und den Leuten etwas zurückgeben“, erklärte Thomas Kühler, der für die Katholische Jugendagentur die Begegnungsstätte in Kooperation mit dem Arbeitskreis Flüchtlinge Swisttal betreut. „Es kamen mehr Leute an den Stand als erwartet. Das Speisenangebot wurde sehr gut angenommen“, freuten sich denn auch Kühler und Ahmad.

Höhepunkt des Abends war neben dem „Rudel-Gucken“ des EM-Viertelfinalspiels Deutschland-Italien auch der Auftritt der Kölner Mundartband „De Sockeschöss“. Für die Besucher überraschend war der Bläck-Fööss-Song „En unserem Veedel“. Ihn hatte KG-Ehrenpräsident Heiner Schumacher eigens in „En unserem Öndörp“ (Odendorf) umgetextet.

Den Abschluss der Festivitäten bildeten am Sonntag die Patronatsmesse mit dem anschließenden Platzkonzert des Fanfarencorps Essig-Odendorf und der Swistbachkapell. „Es war ein rundum gelungenes Fest. Leider war es am Samstagabend ein wenig kühl, so dass doch einige nach Hause gegangen sind“, zog Ortsausschuss-Vorsitzender Gadow Bilanz.

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