Rathaus Meckenheim: Der Umzug der Meckenheimer Verwaltung ist in vollem Gange

Rathaus Meckenheim : Der Umzug der Meckenheimer Verwaltung ist in vollem Gange

Der Chefsessel für den Bürgermeister ist schon da: In mehreren Etappen ziehen die Mitarbeiter der verschiedenen Fachbereiche ins neue, zentrale Rathaus am Siebengebirgsweg in Meckenheim.

Er ist schwarz, von schlanker Statur, ergonomisch geformt und – gemessen an seinem politischen Gewicht – vergleichsweise leicht. Nur der angemessene Trommelwirbel scheint zu fehlen, als die Umzugshelfer Heinz Wenzel und Oliver Königsmark ein besonders wichtiges Möbelstück direkt von ihrem großen Umzugswagen durch das neue Foyer des Meckenheimer Rathauses tragen: den Chefsessel von Bürgermeister Bert Spilles. Der Umzug der Verwaltung in das neu gebaute Gebäude am Siebengebirgsring ist in vollem Gang.

Lange Bahnen aus Recyclingpapier schützen die neu verlegten Fußböden, während die Umzugshelfer Kisten und Möbelstücke in die dreistöckige Verwaltungszentrale transferieren. 140 Mitarbeiter bekommen einen neuen Arbeitsplatz, wenn aus bislang drei Rathausstandorten im gesamten Stadtgebiet auf einmal einer wird. Damit die Mitarbeiter eines auf Umzüge von Firmen und Verwaltungen spezialisierten Umzugsunternehmens sich nicht gegenseitig im Foyer auf den Füßen stehen, geht die logistische Meisterleistung in drei Etappen vonstatten. Nachdem die Fachleute der IT den Anfang gemacht haben, gehen die Fachbereiche des Reginahofs an der Bahnhofstraße auf die Reise. Im hellen, freundlichen Foyer des neuen Rathauses sitzen bereits Beate Prill und Marita Offermanns am Empfangsschalter mit dem grünen Apfelsymbol bereit, um Fragenden eine Antwort geben zu können.

Bislang drei Standorte

Das Umzugskonzept ist einfach, aber effektiv: Jeweils am Freitag gehen die Abteilungen „auf die Straße“, der Samstag ist fürs Auspacken vorgesehen und am jeweiligen Montag sind die Fachbereiche dann unter der neuen Adresse anzutreffen. „An den Samstagen müssen dann alle Mitarbeiter des Rathauses mit anpacken“, sagt Marion Lübbehüsen, Sprecherin der Stadt Meckenheim. „Bislang klappt der Umzug reibungslos“, lobt sie nach zwei von drei Etappen.

Während der ersten Umzugsetappe Ende Mai haben die Mitarbeiter der Fachbereiche Bürgerbüro und Standesamt, Soziales, Finanzen und Stadtkasse, Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Bildung, Kultur und Sport, die Demografiebeauftragte, die internen Bereiche Personal, Rechnungsprüfung, IT und Gebäudemanagement sowie der Eigenbetrieb Stadtwerke ihre Kartons befüllt und entladen. Seit Dienstag arbeiten auch die Mitarbeiter des „alten Rathauses“, Bahnhofstraße 22, in ihren neuen Büros.

Zur zweiten Tranche zählten neben dem Büro des Bürgermeisters die Fachbereiche Bauordnung, Stadtplanung, Verkehr und Grünflächen, Wirtschaftsförderung und Öffentlichkeitsarbeit.

Wenig Auswirkung auf die Bürger

Die Meckenheimer bekommen von dieser Art des Umzugs vergleichsweise wenig mit: Nur jeweils einen Tag – dem ohnehin verkürzten Freitag – sind die entsprechenden Abteilungen geschlossen und stehen montags den Bürgern in neuen Räumen am Siebengebirgsring 4 wieder zur Verfügung.

18,5 Millionen Euro hat sich die Stadt die Verwaltungszentrale kosten lassen, die von der Goldbeck West GmbH aus Monheim und Architekt Gunnar Ramsfiell aus Dortmund in einer sogenannten öffentlich-privaten Partnerschaft gebaut wurde. Im Februar 2016 rollten die ersten Baumaschinen an, im August vergangenen Jahres war bereits das Richtfest. Einem Damoklesschwert gleich schwebt ein Datum über Bauleuten, Architekten und Umzugshelfern: Montag, 12. Juni. Das ist der erste Tag, an dem alle 140 Mitarbeiter ihre Arbeit in der neuen Zentrale aufnehmen.

Die dritte und letzte Episode des Umzugs soll laut Plan an eben jenem Tag beendet sein: Die Mitarbeiter des Fachbereichs Jugendhilfe wechseln von ihrem Standort „Im Ruhrfeld 16“ an die neue Adresse. Für Marion Lübbehüsen sind die Vorteile der neuen Zentralität schon jetzt erkennbar. „Statt anzurufen oder eine E-Mail zu schreiben, kann man jetzt beispielsweise eine Etage höher gehen und direkt nachfragen“, so die Fachbereichsleiterin für Öffentlichkeitsarbeit, Steuerungsunterstützung, Organisation und Ratsbüro. „Das schafft auf jeden Fall Synergien.“ Überhaupt erzeuge das helle und transparente Gebäude eine neue, angenehme Arbeitsatmosphäre.

Tag der offenen Tür am 24. Juni

Einen Tag nach der offiziellen Einweihung ist für Samstag, 24. Juni, ein Tag der offenen Tür mit buntem Begleitprogramm geplant. Dann können die Bürger ihr „Haus der Bürgerschaft“ ausführlich begutachten. Zwischen 11 und 16 Uhr werden Meckenheims Bürgermeister Bert Spilles und seine Mitarbeiter die Bürger der Apfelstadt im neuen Rathaus und in der angeschlossenen Jungholzhalle willkommen heißen.

Apropos Jungholzhalle: Die erste Sitzung von Meckenheimer Ratsgremien in der neuen Multifunktionshalle, der „Halle für alle“, die unter anderem als Ratssaal genutzt wird, ist am Mittwoch, 28. Juni, 18 Uhr, die Zusammenkunft des Haupt- und Finanzausschusses.

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