Verkehrsentlastung in Troisdorf

Teilabschnitt der L332 freigegeben

Erleichtert sind viele Bürger darüber, dass sie durch die Eröffnung der Umgehungsstraße L 332 weniger Lärm vor der Türe haben.

Erleichtert sind viele Bürger darüber, dass sie durch die Eröffnung der Umgehungsstraße L 332 weniger Lärm vor der Türe haben.

Troisdorf. Die Umgehungsstraße von Sieglar nach Eschmar ist für den Verkehr freigegeben worden - schon jetzt bedanken sich einige Bürger öffentlich für die Entlastung. Am zweiten Bauabschnitt sollen die Arbeiten schon bald beginnen.

„Kriegsdorf bedankt sich“ – einige Bürger hatten ein Transparent gemalt, um ihre Freude über den seit Montag für den Verkehr freigegebenen ersten Bauabschnitt der L 332 auszudrücken. Die Umgehung zwischen Eschmar und Sieglar soll die vom Durchgangsverkehr seit Jahrzehnten gequälten Bürger entlasten.

Gestern fand mit großem Bahnhof der offizielle Teil der Freigabe statt. Bevor symbolisch ein Absperrband durchschnitten wurde, lobte der neue Landesverkehrsminister Hendrik Wüst das Werk. „Zwar ist die Ortsumgehung noch nicht komplett fertig, aber der erste Bauabschnitt wurde schneller fertig als geplant. Der Landesbetrieb Straßen.NRW hat mit den beteiligten Firmen die Bauzeit erheblich verkürzen können.“

Sein Dank galt auch den Politikern, die das Geld für den Straßenbau freigegeben hatten: „Das mögen sie auch weiterhin tun, denn die Straße ist ja noch nicht fertig.“ Jedenfalls sei das Geld gut investiert für die Stadt und die Region. Wüst ist sich sicher, dass der zweite Bauabschnitt auch alsbald in Angriff genommen werden kann.

L332 soll an A59 angebunden werden

Im Frühjahr 2018 werde es Untersuchungen geben, um den im Baurechtsverfahren angenommenen Nutzen zu bestätigen. Wird der zweite Bauabschnitt fertiggestellt, bekommt die L 332 vom Kreisverkehr an der Sieglarer Rathausstraße eine Anbindung an die Flughafenautobahn A59. Bislang wurden dafür Kosten in Höhe von 15 Millionen Euro veranschlagt. Der erste Bauabschnitt schlug mit elf Millionen Euro zu Buche, die das Land investierte, 400 000 Euro hat die Stadt Troisdorf für den Bau von Lärmschutzwällen beigesteuert.

Erste Ideen gab es bereits 1949

Für Troisdorfs Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski war es gestern „ein Festtag für Troisdorf“. Schließlich habe es bereits 1949 erste Ideen für eine Umgehungsstraße gegeben. Er erinnerte an Klageverfahren, die das Projekt in den vergangenen Jahrzehnten massiv verzögerten, aber auch an den Einsatz des ehemaligen Landtagsabgeordneten Achim Tüttenberg und den Kampf der Bürgerinitiativen für die langersehnte Umgehungsstraße.

„Das ist schon toll, die Fertigstellung der Straße noch in meiner Amtszeit erleben zu dürfen. Seit Beginn meiner politischen Tätigkeiten 1984 habe ich das Projekt begleitet“, sagte Jablonski. Aber auch der Bürgermeister ist der Überzeugung, dass der Neubau jetzt nur Sinn mache, wenn auch die Anbindung an die A59 erfolge. Und – als kleiner Spaß am Rande – sagte Jablonski, „der Balkan ist nun nicht mehr der Balkan.“

Die Umgehungsstraße hat aber nicht nur Einfluss auf den Verkehr in Troisdorf. Niederkassels Bürgermeister Stephan Vehreschild freute sich über die neue Straße: „Die beiden Städte liegen so nah beieinander, das ist auch mit Blick auf die L 269 n in Niederkassel ein Gewinn.“ Landrat Sebastian Schuster freute sich „sehr“ über die neue Straße. Die verbessere erheblich die Verkehrsinfrastruktur. Als er früher von Oberpleis zum Fußballspielen auf eben den „Balkan“ fahren musste, sei das oft sehr zeitaufwendig gewesen.