Start der Bischofs-Visitation: Christliches Leben im Dekanat

Start der Bischofs-Visitation : Christliches Leben im Dekanat

Es war eine Mischung aus Empfang und Leistungsschau, was gestern Abend im Evangelischen Gemeindehaus Bad Neuenahr über die Bühne ging. Der Startschuss für die Visitation des Trierer Weihbischofs Jörg Michael Peters im Dekanat Ahr-Eifel hatte dazu einen ökumenischen Anstrich.

Dechant Jörg Meyrer: "Die Evangelischen haben einfach die besseren Räumlichkeiten. Man hilft sich. Und die Miete fürs Bürgerzentrum wäre einfach zu hoch." Schon zum zweiten Mal ging die Veranstaltung im Haus der Bad Neuenahrer Protestanten über die Bühne. Beim nächsten Mal, in sechs Jahren, wird's Tradition.

Groß war die Gästeliste, ein Spiegel des Dekanates von der Kreisstadt über die Grafschaft bis nach Adenau: Seelsorger, Kirchenmitarbeiter, Pfarrgemeinderäte, Ehrenamtler, Politiker. Aber auch die Vertreter von Caritas bis kfd und Tafel gaben sich ein Stelldichein. Und informierten stellten sich an Ständen unter dem Motto: "Christliches Leben in unserem Dekanat" vor. Dito die Protestanten, die ihren Slogan "Evangelisch an der Ahr" mitgebracht hatten.

Bei seiner Visitation, eine solche findet alle sechs Jahres statt, besucht Weihbischof Peters, der den Teilnehmern zum Finale den Segen erteilte, im Auftrag von Bischof Stephan Ackermann alle fünf Pfarreiengemeinschaften des Dekanats, spricht mit den Priestern, aber auch mit Vertretern katholischer Kitas, Schulen und nicht zuletzt mit Gläubigen und Interessierten. Was er gestern auch ausgiebig tat. Die Visitation des Weihbischofs dauert mit Unterbrechungen bis zum 30. Juni. In elf Pfarrkirchen wird er in dieser Zeit insgesamt 450 Bewerbern das Sakrament der Firmung spenden. Das Dekanat Ahr-Eifel hat 61 800 Einwohner, 40 200 sind Katholiken. Die größte Pfarrei ist Sankt Laurentius Ahrweiler mit 4700 Katholiken, die kleinste Sankt Hippolyt Herschbach mit 44.

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