Neues Zuhause gefunden: Küken rettet sich vor Schlachtung und fährt quer durch Europa

Neues Zuhause gefunden : Küken rettet sich vor Schlachtung und fährt quer durch Europa

Ein Entenküken entkommt aus einem Tiertransport, weil es sich in der Innenverkleidung eines LKW versteckt. Es hat eine lange Reise durch Europa hinter sich gehabt. Nun hat der gelbe Winzling ein neues Zuhause gefunden.

Ein leises Quaken hörten die überraschten Kontrollbeamten des Zolls und ein polnischer LKW-Fahrer aus dem hinteren Teil des Fahrzeugs bei der routinierten Überprüfung nahe der Autobahn im niedersächsischen Friedland. Die Zollbeamten beanstandeten weder die Papiere des Fahrers, noch hatten sie etwas an an der Ladung des Fahrzeugs zu mäkeln.

Trotzdem wollten sie das ungewöhnliche Geräusch lokalisieren, was nicht allzu leicht war, denn es huschte kreuz und quer durch die Innenverkleidung des Fahrzeuges. Erst nachdem die Beamten das Geräusch ungefähr verorten konnten, demontierten der Fahrer und die Zollbeamten die Innenverkleidung des Lkw. Zum Vorschein kam ein winziges gelbes Entenküken, das einen weiten Weg innerhalb Europas hinter sich hatte.

Ursprünglich bestand eine vorausgegangene Ladung des LKW aus Entenküken, die von Polen nach Frankreich transportiert wurden, wie Pressesprecher Andreas Löhde vom zuständigen Hauptzollamt Braunschweig den ungewöhnlichen Fund erklärte. Dem Tod in Frankreich huschte das Küken von der sprichwörtlichen Schippe, in dem es sich im Inneren des Fahrzeugs versteckte. Dort blieb das Tier auch sehr lange verborgen, ehe es in Friedland, das sich bei Göttingen befindet, entdeckt werden konnte. Selbst bei der Be- und Entladung des Fahrzeugs hielt sich das Tier versteckt.

Das Tier hat mit Einverständnis des Transporteurs ein neues Zuhause beim Friedländer Tierschutzverein gefunden - im Vergleich zu seinen Artgenossen auf der Fahrt von Polen nach Frankreich ein deutlich besseres Domizil. "Wir freuen uns, dass die Europatournee des Kükens nicht in der Pfanne, sondern beim Friedländer Tierschutzverein endete", so Zoll-Sprecher Löhde.