Weihnachtsmarkt in Bonn: Besucher genießen bönnschen Budenzauber

Weihnachtsmarkt in Bonn : Besucher genießen bönnschen Budenzauber

Bei den Passanten in der Innenstadt scheint die Vorfreude auf den Weihnachtsmarkt recht groß gewesen zu sein: Noch kurz vor 11 Uhr räumten am Freitag die letzten Händler die Regale mit Waren voll, schütteten kandierte Mandeln und Nüsse in ihre Auslagen.

Und kaum waren die Fritteusen und Grills angeworfen, gingen schon die ersten Würstchen und Reibekuchen über die Theken. Es dauerte auch nicht lange, da probierten die ersten Besucher schon einen Glühwein - obgleich es gerade mal Mittagszeit war. Offiziell eröffnet wurde der Markt aber erst gegen 17 Uhr von Bezirksbürgermeister Helmut Kollig.

Kinder der Gesamtschule "Bonns Fünfte" umrahmten das Geschehen musikalisch unter der Leitung ihrer Schuldirektorin Ursula Dreeser. "Die Bonner schätzen unseren Weihnachtsmarkt sehr, aber auch viele Besucher von nah und fern", sagte Kollig. Er dankte unter anderem den Stadtwerken, die jedes Jahr für die stimmungsvolle Beleuchtung des Weihnachtsmarktes verantwortlich sind, und der Polizei, die mit ihrer mobilen Wache auf dem Münsterplatz vertreten ist. Den Dank nahm Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa, die Kollig zur kleinen Eröffnungsfeier vor dem Sterntor eingeladen hatte, mit Freude entgegen.

Ebenfalls unter den Gästen: Marktleiter Günter Dick, der seit Jahren mit seinen Mitarbeitern den Weihnachtsmarkt organisiert. Das Wetter fühle sich zwar noch nicht wie Weihnachten an, aber "das tut der Sache keinen Abbruch", sagte er und lachte. Alles Routine? "Nein, weil sich die Kollegen immer neue Gedanken bei der Dekoration machen", sagte Peter Barth, Vorsitzender des Schaustellerverbandes Bonn. Und: "Es wird jedes Jahr ein bisschen schöner", ist er überzeugt.

Eine Gruppe Niederländerinnen, die zum ersten Mal den Bonner Weihnachtsmarkt besuchten, genossen den Bummel über den bönnschen Budenzauber. "So etwas gibt es bei uns nicht", sagte eine der Frauen, die in der Nähe von Eindhoven wohnen. Klar, dass sie den neuen Fotoautomaten in der Poststraße ausprobieren mussten, der für 3,50 Euro eine Erinnerungskarte mit dem Weihnachtsmarkt im Hintergrund und dem eigenem Konterfei ausspuckt.

Schlange stehen heißt es wieder vor dem nostalgischen Riesenrad, das für Kinder stets ein magischer Anziehungspunkt ist. Auf dem Markt, der vom Münsterplatz bis zum Friedensplatz reicht, sind neben den Imbiss- und Glühweinständen auch zahlreiche Buden mit Angeboten wie Weihnachtsschmuck, Schnitzereien, Keramik, Spielsachen, Süßigkeiten, ja sogar feine Wollwaren aus Peru zu finden. Auch die GA-Aktion "Weihnachtslicht" ist wieder am Bottlerplatz vertreten, wo gespendete CDs verkauft werden. Der Erlös ist für bedürftige alte Menschen bestimmt. Geöffnet ist bis auf den morgigen Totensonntag täglich von 11 bis 21 Uhr (Imbiss- und Glühweinstände bis 21.30 Uhr, freitags und samstags bis 22.30 Uhr.) Am Freitag, 28. November, findet zum dritten Mal eine "lange Nacht" bis 24 Uhr auf dem Weihnachtsmarkt statt.

Den Citybesuch planen

Schon zu Hause aus kann jeder seinen Besuch in der City planen. Die Stadt empfiehlt ihren mobilen Stadtplan. Er bietet Abfahrtszeiten für alle Haltestellen im Stadtgebiet, eine Übersicht der "Park & Ride"-Plätze und die aktuelle Verkehrslage auf den wichtigsten innerstädtischen Straßen und den drei Rheinbrücken. Angezeigt werden auch freie Plätze in Parkhäusern.

Der Stadtplan ist für Smartphones und Tablets optimiert, kann aber auch am PC aufgerufen werden. Zudem ist er in die Bonn-App integriert, die es kostenlos für Smartphones und Tablets gibt - für Apple iOS, Google Android, Windows Phone (ab Version 8) und Blackberry (ab Version 10). Mehr auf www.bonn.de/@mobiler-stadtplan

Soviel kostet

Glühwein: 2,50 Euro plus Pfand (2,50 beziehungsweise drei Euro)

Kakao: 2,50 Euro, mit Rum vier Euro.

Drei Reibekuchen: drei Euro, mit Apfelmus 3,50 Euro.

Waffel: 2,50 Euro, mit Kirschen und Sahne vier Euro.

Riesenrad: 2,50 Euro (Kinder zwei Euro)

Micky's Weltreise: ein Chip zwei Euro, drei Fahrten fünf Euro, acht dann zehn Euro.

Karussell: zwei Euro, vier Chips sechs, sechs Chips sieben, zehn dann zehn Euro

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