Sportpark Pennenfeld: "Rope Skipper" messen sich auf Einladung des Godesberger Turnvereins

Sportpark Pennenfeld : "Rope Skipper" messen sich auf Einladung des Godesberger Turnvereins

Es ist die neue Trendsportart aus den Vereinigten Staaten: Rope Skipping (deutsch: Seilspringen). Kein Wunder also, dass es auch hierzulande immer mehr begeisterte Anhänger findet. Doch wer jetzt nur an das Kinderspiel Seilchenhüpfen denkt, liegt falsch.

Beim Rope Skipping kommt es auf Schnelligkeit, Ausdauer und Beweglichkeit an, während sich die Springer in verschiedenen Disziplinen messen. Das war am Samstag im Sportpark Pennenfeld deutlich zu sehen. Dort fanden die Rheinischen Meisterschaften und das Landesfinale für verschiedene Altersklassen statt.

Veranstalter war der Rheinische Turnerbund, Ausrichter der Godesberger Turnverein (GTV). Insgesamt gingen 38 Teilnehmer an den Start, und zwar von verschiedenen Vereinen. Mit dabei waren Sportler vom Vohwinkeler STV, vom SV Rosellen und vom GTV. Ebenfalls an den Start gingen Springer vom TV 1848 Oberstein und vom TV Rheinbrohl, die allerdings nicht in die Wertung aufgenommen wurden, da sie einem anderen Turnerbund angehören.

Mitmachen konnten sie trotzdem, hatten sie doch die Möglichkeit, sich für die Deutschen Meisterschaften zu qualifizieren. Die Seilspringer traten in zahlreichen Kategorien gegeneinander an: 30 Sekunden Double Under (das Seil umkreist in einem Sprung zweimal den Körper), 30 Sekunden Speed "Laufen", und 120 Sekunden Speed "Laufen".

Dabei wurden die Wettkämpfer von den angereisten Eltern und Fans tatkräftig unterstützt, flossen doch am Spielfeldrand nach vermeintlich verpatzten Einsätzen die ersten Tränen. Für rasende Beifallsstürme sorgten einige Springerinnen, die sich in der Disziplin Triple Under für die Zulassung zur Deutschen Meisterschaft qualifizierten.

In dieser Kategorie, die eine extreme Kraftanstrengung bedeutet, muss das Seil bei einem Sprung dreimal um den Körper geführt und mindestens 30 Sprünge absolviert werden. Anschließend, nach einer kurzen Stärkungspause, ging es mit der Disziplin "Freestyle", für Nina Mies und Selina Wolter in die beliebteste Wettkampfkategorie.

Dabei muss jeder Springer zu Musik für maximal 75 Sekunden eine individuelle Folge von Sprüngen und anderen akrobatischen Elementen vorführen. So konnten die Kampfrichter und die Zuschauer zu den Klängen von Robbie Williams, Katy Perry oder Jennifer Lopez die unterschiedlichsten Darbietungen verfolgen.

Von Side Straddles (abwechselndes Grätschen der Beine) bis hin zum Criss Cross (während dem Seilschlagen ändert sich die Armhaltung), aber auch Einlagen wie Radschlagen, Liegestütze und Spagat wurden in die freie Kür eingebaut. Für besondere Begeisterung sorgte die 14-jährige Nina, die in ihrem Freistil auch Elemente des karnevalistischen Gardetanzes einbaute.

Für die Schülerin und ihre Freundin Selina ist klar, dass sie so schnell nicht mit dem Rope Skipping aufhören werden: "Es ist einfach eine außergewöhnliche Sportart, die nicht jeder macht, und die unglaublich viel Spaß bringt."