Kindertagesstätte Sankt Hildegard: Für Inklusion und Integration

Kindertagesstätte Sankt Hildegard : Für Inklusion und Integration

Neue Räume entstehen in der Heilpädagogischen Integrativen Kindertagesstätte Sankt Hildegard.

"Ich hoffe, dass wir jetzt endlich einmal zur Ruhe kommen können", atmete Margot Sonntag, die Leiterin der Heilpädagogischen Integrativen Kindertagesstätte Sankt Hildegard in Bachem, sichtbar auf. "Manche Mitarbeiterinnen können sich gar nicht mehr daran erinnern, dass hier einmal keine Baustelle gewesen ist." Mit der Einweihung des Anbaus, in dem der Therapieraum und ein Schlafraum untergebracht sind, scheinen die seit Jahren andauernden Bau- und Sanierungsarbeiten an dem Gebäude abgeschlossen zu sein. Pfarrer Helmut Schmidt, Vorsitzender des Caritasverbands Rhein-Mosel-Ahr als Träger der Einrichtung, gab dem Anbau ebenso wie der neu eingerichteten Krippengruppe sowie der ebenfalls neuen zweiten integrativen Gruppe den Segen. Schmidt freute sich, dass hier ein gemeinsames Zuhause für Kinder mit und ohne Förderbedarf entstanden sei.

Derzeit besuchen 54 Kinder die Kindertagesstätte, wo sie von 22 speziell geschulten Mitarbeiterinnen betreut werden. Das Team besteht unter anderem aus Heilpädagoginnen, Erzieherinnen, Krankengymnastinnen, Ergotherapeutinnen, Logopädinnen und Heilerziehungspflegerinnen. In zwei integrativen Gruppen mit jeweils 15 Kindern, davon jeweils vier mit Behinderung, zwei heilpädagogischen Kleingruppen mit je acht Kindern und der neuen Krippengruppe mit ebenfalls acht Kindern versuche man, für jedes Kind die beste Unterstützung zu bieten. In enger Zusammenarbeit mit der Familie werde auch eine ganzheitliche Entwicklung der Persönlichkeit des Kindes hingewirkt, vorhandene Fähigkeiten und Begabungen würden durch gezielte erzieherische und therapeutische Hilfen angeregt und gefördert. Gezielte zusätzliche Förderung gebe es für die Kinder auch in der Sprachtherapie, der Ergotherapie und der Krankengymnastik.

Wobei besonders die neue Krippengruppe eine Sonderstellung innehat, denn eine vergleichbare Gruppe, in der Kinder zwischen null und drei Jahren mit und ohne Förderbedarf gemeinsam betreut werden, gibt es im Kreis nicht. Vorgestellt wurde an diesem Tag auch das neue Logo der Einrichtung, ein Baum mit bunten Blättern.

Kreisbeigeordneter Horst Gies gratulierte ebenso wie der Stadtbeigeordnete Hans-Jürgen Juchem und die Ortsvorsteher Peter Diewald (Ahrweiler) und Georg Schikowski (Bachem). Gies erklärte, dass sich der Kreis mit 180 000 Euro an den verschiedenen Baumaßnahmen der vergangenen Jahre beteiligt habe. "Ich sehe die finanzielle Unterstützung als wichtiges Zeichen, weil diese Beschlüsse im Kreis stets einstimmig gefasst wurden, denn die Schwächsten im Kreis, unsere Kinder, liegen uns besonders am Herzen." In Sankt Hildegard gebe es dazu eine gelebte Integration mit einer ganzen Reihe von ausländischen Kinder in der Einrichtung.

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