Gegen den Bau eines Nahversorgungszentrums am Dreifaltigkeitsweg: Bürgerinitiatve "Wir lieben Sinzig" gegründet

Gegen den Bau eines Nahversorgungszentrums am Dreifaltigkeitsweg : Bürgerinitiatve "Wir lieben Sinzig" gegründet

In Sinzig hat sich die Bürgerinitiative "Wir lieben Sinzig" gegründet. Ziel ist es, ein großflächiges Nahversorgungszentrum am Dreifaltigkeitsweg zu verhindern und sich dafür einzusetzen, dass das Gelände die für Sinzig und seine Einwohner bestmögliche Nutzung erfährt.

"Uns ist es ein Anliegen", so Karin Dörfler, "dass wir möglichst die Interessen aller unter einen Hut bringen und auf ein für alle erstrebenswertes Ziel hinarbeiten." Durch die geplante Konzentration von Lebensmittelmärkten, eines Getränkefachhandels, eines Drogeriemarktes und eventuell eines Textilgeschäftes werde der Verkehr im Bereich Kölner Straße, Dreifaltigkeitsweg und Albert-Schweitzer-Straße deutlich zunehmen.

"Schon jetzt ist morgens und mittags kein Durchkommen mehr möglich, dazu der zusätzliche Verkehr zu den Märkten, das kann nicht funktionieren", so die Meinung der Bürgerinitiative. Wünschenswert sei stattdessen eine umwelt- und naturverträgliche Nutzung.

Zu einem ersten Treffen fand sich der Vorstand bereits zwei Tage nach Gründung der Bürgerinitiative zusammen, um weitere Schritte zu planen. Zum Vorstand sind gewählt Karin Dörfler, Andreas Geron, Michael Lambert und Ulrike Michelt.

Als Berater steht dem Team Stadtplaner Hans-Otto Sprengnetter zur Seite, der bereits bei den jüngsten Einwohnerversammlungen erhebliche Bedenken hinsichtlich des geplanten Projekts vorgetragen hat.

"Nach derzeitiger Rechtslage ist der Bau eines Nahversorgungszentrums auf dem Gelände nicht möglich", so Andreas Geron. "Dazu bedarf es zunächst eines Planaufstellungsbeschlusses. Wir hoffen, dass der Stadtrat nach den Ergebnissen der beiden Einwohnerversammlungen nicht übereilt und ohne vorherige Diskussion von Nutzungsvarianten das rechtliche Verfahren einleitet."

Dabei denke die Bürgerinitiative auch an die Kosten, die der Stadt im förmlichen Verfahren entstehen würden.

Ulrike Michelt: "Wir haben große Bedenken gegenüber dem geplanten Projekt, aber es geht uns nicht darum, einfach nur dagegen zu sein. Wir wollen Möglichkeiten aufzeigen und Lösungen finden, mit denen alle leben können." GS

0 Kontakt: Erreichen kann man die Bürgerinitiative über die Mailadresse sinzig@wir-lieben-Sinzig.de.

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