1. Freizeit
  2. Region erleben

Karnevalsmuffel : Freizeit-Alternativen für die Karnevalstage in Bonn und der Region

Bonn und die Region : Tipps und Alternativen für Karnevalsmuffel

Keine Lust auf Karneval? Selbst im jecken Rheinland soll es Menschen geben, die mit Fastelovend nicht so viel am Hut haben. Doch was tun, wenn sich scheinbar alles nur um Kamelle und Konfetti dreht? Einige Vorschläge.

Für alle, die nicht feiern: Die tollen Tage sind eine gute Gelegenheit, sich ein wenig Ruhe zu gönnen, abseits des Trubels. Wandern, Kino, Wellness - all das steht ganz oben auf der Liste derjenigen, die dem närrischen Treiben wenig abgewinnen können. Aber auch Shopping bietet sich an. Bei Letzterem allerdings dürfte es weniger ruhig zugehen.

Wandern und Schlossleuchten

Kleinere Wanderungen und Spaziergänge in der Natur bieten sich immer an. Bekanntlich gibt es ja kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung. Also Wanderschuhe an, Regenjacke eingepackt und los geht's - zum Beispiel ins Siebengebirge mit dem wunderschönen Blick auf die Drachenburg. Bis zum 23. Februar findet dort auch noch das beliebte Schlossleuchten statt.

Ab in den Schnee

Bislang waren das Rheinland und die Eifel noch nicht mit Schnee gesegnet. Wer die weiße Pracht also genießen möchte, muss schon ein wenig weiter fahren. Zum Beispiel in den Schwarzwald zum Feldberg. Für einen Tagesausflug lohnt sich auch ein Trip nach Winterberg im Sauerland. Dort sehen die Aussichten auf Schnee aktuell aber auch eher dünn aus. Alternativ und mit Schneegarantie kann man in die Skihalle nach Neuss fahren.

Karnevalsmuffel müssen sich in diesem Jahr aber wieder auf vollere Hotels und Skipisten einstellen: Anders als im vergangenen Jahr beginnen und enden die Frühjahrsferien in den Niederlanden bereits während Karneval.

Probesitzen im Möbelhaus

Rosenmontag im Möbelhaus? Warum nicht. Probewohnen, während andernorts die Kamelle fliegen, ist in den großen Möbelhäusern wie Ikea, Porta und Co. auch Weiberfastnacht und Rosenmontag zu den üblichen Öffnungszeiten möglich. Auch an den tollen Tagen locken sie übrigens mit Rabatten und Sonderangeboten. Geduld sollten die Kauflustigen mitbringen, denn die Idee des Möbeleinkaufs zu Karneval haben erfahrungsgemäß sehr viele.

Zeit für Kino

Wer sonst keine Zeit für die neuesten Filme hat, findet an den Karnevalstagen vielleicht Gelegenheit dazu. Kinopolis, Woki und Co. haben auch zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch geöffnet. Warum nicht direkt einen Kinonachmittag oder -abend einplanen? Vielleicht sogar in einem der außergewöhnlichsten Kinosäle in der Region?

Outlet-Shopping

Um dem Karneval in Bonn und der Region zu entfliehen, besteht die Möglichkeit eines Shoppingtrips in eines der Outletcenter in den Niederlanden an der Grenze zu Deutschland - zum Beispiel in Roermond. Dort gibt es über 150 Shops. Also genügend Zeit mitbringen. Markenware gibt es dort zu einem günstigeren Preis als im Laden. Auch in Bonn und der Region gibt es zahlreiche Outlet-Shops. Wie wäre es mit einem Ausflug nach Bad Honnef oder Bad Münstereifel?

Ein Besuch im Zoo

Kaum zu glauben, aber auch in der Karnevalshochburg Köln gibt es an Rosenmontag und den übrigen närrischen Tagen einige Alternativen. Zum Beispiel den Kölner Zoo, der nicht nur Tiger, Elefanten, Giraffen, Vögel sowie Flusspferde und Krokodile beherbergt, sondern auch heimische Bauernhoftiere, die allesamt auf dem integrierten Bauernhof mit seinen Obstbaumwiesen und kleinen Äckern leben.

Ahr-Thermen, Römerthermen und Badewelt

Entspannung statt Alaaf und Gedöns. Da gibt es über die jecken Tage im Kreis Ahrweiler zwei überregional bekannte Adressen: die Ahr-Thermen in Bad Neuenahr und die Römerthermen in Bad Breisig. Die Ahr-Thermen, Felix-Rütten-Straße 3, haben täglich ab 9 Uhr geöffnet. Freitags und Samstag schließen sie um 23 Uhr, ansonsten um 22 Uhr.

Die Römerthermen in Bad Breisig befinden sich in der Albert-Mertes-Straße 11. Sie sind täglich (außer am Ruhetag montags) ab 8 Uhr geöffnet. Das Badevergnügen geht jeden Tag bis 20 Uhr.

Auch die Badewelt in Euskirchen (Thermenallee 1) ist an Karneval geöffnet und bietet eine Alternative für alle, die dem bunten Treiben entkommen möchten.

Kunst und Kreativität

Wer sich für Kunst und Kultur interessiert, für den lohnt sich ein Besuch in einem der Bonner Museen, wie beispielsweise dem rheinischen Landesmuseum, der Bundeskunsthalle oder dem Beethoven-Haus. Für Leute, die lieber selbst aktiv werden, bietet sich das Odysseum in Köln an. Das Abenteuermuseum bietet verschiedene Themenwelten und Führungen an, ist allerdings an Weiberfastnacht und an Rosenmontag geschlossen. Montags bleiben viele Museen traditionell geschlossen, da bildet Rosenmontag keine Ausnahme.

Und falls jemand eine kleine Reise durch die Republik unternehmen möchte, gäbe es da noch einige skurrile Ausstellungen zur Auswahl.

Sea Life

Fische beobachten, Ungeheuer entdecken und Seesterne streicheln – alles möglich im Sea Life Königswinter an der Rheinallee. Über 2000 Tiere in 36 Becken warten hier auf den Besucher, darunter Winzlinge wie die Anemonen und Brummer wie der Wrackbarsch Horst.

Freilichtmuseum Kommern

Seit Jahren ist im Freilichtmuseum Kommern die Dauerausstellung „Wir Rheinländer“ zu sehen. Und sie ist immer noch ein Publikumsmagnet. Die Besucher schlendern durch die fiktive Kleinstadt „Rhenania“. Der Rundgang ist zugleich eine Reise durch rund 165 Jahre neuerer und neuester Geschichte des Rheinlands. Sie beginnt mit der Besetzung des linken Rheinufers durch die französischen Revolutionstruppen 1794 und endet im „Wirtschaftswunder“ um 1955. Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen politischer und wirtschaftlicher Entwicklungen auf die Lebensverhältnisse der städtischen Bevölkerung. Die Gebäude sind Vorbildern rheinischer Städte entlehnt.

Von Bonn aus ist das Museum über Euskirchen und weiter über die B266 in einer Stunde zu erreichen. Das Museum ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen 7,50 Euro Eintritt, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren genießen freien Eintritt. Die Parkgebühr beträgt 2,50 Euro.

Das heimische Sofa

Geht immer. Man weiß, was man hat. Der Vorteil für Fastnachts- und Karnevalsmuffel: Leichte Wahl der Lieblingssongs oder des Lieblingsfilms oder einfach nur die Stille genießen - aber unbedingt das Fenster zumachen.