Erfolgsgeschichte eines Tennisclubs: Blau-Weiß Duisdorf gewinnt in drei Jahren mehr als 100 neue Mitglieder

Erfolgsgeschichte eines Tennisclubs : Blau-Weiß Duisdorf gewinnt in drei Jahren mehr als 100 neue Mitglieder

Kehrtwende nach der Krise: Der Duisdorfer Tennisclub investiert 650.000 Euro in seine Anlage. Fünf Plätze sind vollkommen neu angelegt. Ab dem 2. Mai wird die marode Tennishalle saniert.

Die schweren Baumaschinen sind abgezogen, nur ein paar Restarbeiten müssen noch erledigt werden. „Alle Plätze sind in einer Top-Qualität. Einem gelungen Start in die neue Saison steht nichts im Weg“, sagen Bernd Oletzky und Martin Wille aus dem Vereinsvorstand und schauen zufrieden über die Anlage des Tennisclubs Blau-Weiß Duisdorf am Wesselheideweg. Die verrosteten Zäune sind ersetzt, fünf Plätze vollkommen neu angelegt und mit einem vollautomatischen Bewässerungssystem ausgestattet, der ehemalige „Platz 10“ steht ab sofort als Parkplatz zur Verfügung.

„Rechnet man die vier anderen Plätze, die noch in sehr gutem Zustand sind, dazu, können unsere Mitglieder neun Tennisplätze nutzen“, berichtet der Vorsitzende Oletzky. In den Ausbau der Außenanlage hat der Verein rund 150.000 Euro investiert. „2015 mussten wir uns entscheiden. Die Zahl der Mitglieder sank, und unsere Anlage war marode. Es gab nur zwei Optionen. Auflösen oder Neubeginn. Wir haben uns für einen Neuanfang entschieden“, betont Oletzky. Mit Erfolg: Lag die Mitgliederzahl vor drei Jahren unter 200, sind es jetzt fast 300 Tennisfreunde.

Sanierung der Halle soll zum Winter fertig sein

Endgültig abgeschlossen sind die Bauarbeiten auf dem Gelände des 60 Jahre alten Clubs unweit des Malteser-Krankenhauses noch nicht. Ab 2. Mai wird die marode Tennishalle saniert. „Mit Beginn der Wintersaison im Oktober soll alles fertig sein“, sagt Martin Wille. Bis dahin werden das Dach sowie die Wände ausgetauscht und gedämmt, energiesparende LED-Leuchten sowie eine moderne Heizung eingebaut. Zusätzlich wird es einen neuen Bodenbelag geben. Die alten Sanitäranlagen werden erneuert, der Vorraum neu gestaltet. „Von dort können Eltern ihren Kindern in Zukunft beim Training zuschauen“, erklärt Oletzky. Insgesamt – so schätzt der Vorstand – wird die Hallensanierung noch einmal mit rund 500.000 Euro zu Buche schlagen.

„Sämtliche Investitionen finanzieren wir ohne Kredite und ohne Beitragserhöhungen“, betont der Vereinsvorsitzende. Die Stadt Bonn gewährt einen Zuschuss von 149.000 Euro. Die Kommune habe sich als verlässlicher Partner in allen Schritten des Gesamtvorhabens erwiesen, berichten die „Blau-Weißen“. Der Verein verfügt über Eigenkapital aus dem Verkauf seines Clubhauses (knapp eine halbe Million Euro). „Dieses Geld stecken wir vollständig in die Anlage“, unterstreichen Oletzky und Wille. Für zehn Jahre ist der Verein jetzt Mieter des Clubhauses; auch der Pächter des Lokals „Zum Zwilling“ macht weiter.

Noch mehr Wert auf Jugendtraining legen

Eine moderne Anlage, eine idyllische Umgebung mit Fernblick, was will man mehr? „Wir wollen besonders Familien aus der Umgebung für unseren Verein gewinnen“, sagt Martin Wille. Dazu gehöre auch, dass der Club Wert auf ein gutes Jugendtraining lege. Gemeinsam mit ortsansässigen Schulen ist ein erweitertes Sportangebot für Kinder und Jugendliche geplant. Zudem gibt es Schnuppertage und Ferienaktionen.

Allerdings dreht sich auch beim Tennisclub nicht alles nur um den Sport. „Wir können auch feiern – und zwar richtig. Uns ist es wichtig, dass wir auch abseits der Plätze Zeit miteinander verbringen.“ Legendär sind die Clubfeste (siehe „Tag der offenen Tür“). Außerdem hat der Verein eine Lizenz erworben, um regelmäßig Filme zu zeigen. Jeden Freitag flimmert ein aktueller Blockbuster über die Leinwand im Clubhaus. „Auch für Kinder haben wir spezielle Filmangebote“, verspricht Oletzky.

Weitere Informationen zum Verein gibt es selbstverständlich auch im Internet.

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