Neue Godesberger Band: Ehrlicher Rock beim Debüt der "Bad Gods"

Neue Godesberger Band : Ehrlicher Rock beim Debüt der "Bad Gods"

Ulli Cordey, Andi Weiffen, Kai Wienkotte und Klaus Jungblut feiern als „Bad Gods“ Premiere im Godesberger Club Sweatheart an der Löbestraße. Die neue Godesberger Band hat bereits ein umfangreiches Repertoire von Black Crowes bis Beatles.

„Mit dem alten Drecksack will ich Musik machen“, habe er spontan gedacht, als er Ulli Cordey bei einem Konzert mit der Band „Rheinfall“ im niederländischen Hindeloopen zum ersten Mal begegnet sei, erinnert sich Andi Weiffen. Ein Wunsch, dem der so Bezeichnete gerne nachgab: Seit dem vergangenen Sommer wurde geprobt.

Dass die Formation, die mit ihrem Namen sowohl Lokalpatriotismus als auch eine gewisse Respektlosigkeit demonstriert (nach englischer Leseweise ließe sich der Name mit „schlechte Götter“ übersetzen), sich selber als „Newcomer-Guerilla“ ankündigte, war wohl eher ironisch zu verstehen: Er spiele in vielen „Alte-Männer-Bands“, so der Gitarrist, den viele auch von „Tortilla-Flat“ kennen dürften. Mit seinen 30 Lenzen will er weder optisch noch dem Alter nach so recht zu den übrigen Bandmitgliedern passen: Das habe aber mit der Musik zu tun; ehrlicher Rock müsse immer ein bisschen „dreckig“ präsentiert werden und die Chemie zwischen ihm und Cordey habe auf Anhieb gestimmt. Das sieht der Drummer ähnlich, und Titulierungen wie die eingangs erwähnte seien eher ein Ausdruck von Respekt, als eine Beschimpfung.

„Das ist hier ja wie in Key West“, spielte Leadsänger Wienkotte auf die Atmosphäre der legendären Clubs im Süden Floridas an. Die Spielfreude der vier Rocker färbte jedenfalls von Anfang an auf die Gäste im bis auf den letzten Platz gefüllten Sweatheart ab: „Zu der Mucke kann ich abtanzen, bis der Arzt kommt“, freute sich Brigitte Diana. Wie viele Besucher ist sie selber Musikerin und hat vor langer Zeit sogar einmal mit Cordey in derselben Band gespielt.

Er freue sich, dass es mit dem Wirt und Gastgeber Tong Nguyen jemanden im Ort gebe, der Bands wie den „Bad Gods“ eine Auftrittsmöglichkeit biete, sagte Guiseppe Zito. Die Musik sei nicht hundertprozentig die seine, aber die Atmosphäre sei einfach gut.

Seit dem Sommer haben sich Cordey am Schlagzeug, Wienkotte an der Gitarre und mit Gesang, Jungblut am Bass und „Junior“ Weiffen ebenfalls an der Gitarre ein beachtliches Repertoire an Songs erarbeitet. Die Bandbreite reichte von den Rolling Stones über Stücke der Black Crowes bis hin zu den Beatles und Ron Wood. Nach zwei Stunden Konzert durfte natürlich eine Zugabe nicht fehlen. Eine Wiederholung des Konzerts ist jedenfalls schon angepeilt: „Die müssen unbedingt noch einmal wiederkommen“, lud Wirt Nguyen die „Newcomer“ wieder zu sich ein.

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