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Wetter in Bonn und der Region: Aussichten, Vorhersagen und Infos

Wetter in Bonn und der Region : Dienstag könnte der bislang wärmste Tag des Jahres werden

Am Dienstag könnte nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes die 30-Grad-Marke geknackt werden. Damit könnte der Dienstag der bislang wärmste Tag des Jahres werden. Das sind die Wetter-Aussichten für die Woche.

Nach dem sonnigen Pfingstwochenende wird es am Dienstag in Nordrhein-Westfalen zunächst noch wärmer: Höchstwerte von bis zu 30 Grad sind nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) möglich. Die Sonne soll nur ab und zu von Wolken verdeckt werden. Am Niederrhein, im südlichen Emsland und im Münsterland seien die Chancen am höchsten, dass die 30 Grad erreicht oder gar überstiegen werden, sagte ein DWD-Experte. In Köln und Bonn werden etwa 29 Grad erwartet. 29 Grad wurden in diesem Jahr bislang zweimal erreicht - am 21. und am 22. Mai.

Die zweite Wochenhälfte soll dann aber Regen bringen, und es wird wieder kühler. Bereits am Mittwoch kann es vereinzelt Schauer oder auch Gewitter geben. In der Nacht zu Donnerstag regne es dann flächendeckender, sagte eine Meteorologin des DWD. Tagsüber bleibe es stark bewölkt und regnerisch bei 17 bis 20 Grad. Auch zum Wochenende hin bleibe das Wetter unbeständig.

Damit entspannt sich die Waldbrandgefahr in NRW. Für Pfingstmontag beispielsweise zeigte der DWD-Waldbrandgefahrenindex noch die zweithöchste Warnstufe an. Das liege auch daran, dass es zuvor sehr lange sehr trocken gewesen sei, sagte die DWD-Meteorologin. Bereits den ganzen vergangenen Monat machte die Trockenheit Förstern und Landwirten Sorgen. Nordrhein-Westfalen war im Mai das Bundesland mit dem geringsten Niederschlag.

Frühjahr 2020 war deutlich zu trocken

Immer wieder gab es in der Folge Brände, zuletzt am Samstag, als es zu mehreren Böschungsbränden entlang Bahnschienen in Hagen und Hennef gekommen war. In Alpen am Niederrhein brannten rund 150 Meter Randstreifen entlang einer Bundesstraße. Es sei große Vorsicht geboten, warnte die Meteorologin. So dürften Zigarettenkippen nicht einfach weggeworfen werden. In Gummersbach war es am vergangenen Freitag zu einem Waldbrand gekommen, der laut Polizei möglicherweise durch zuvor in dem Bereich gezündete Böller verursacht worden war.

Erst am Freitag legte der DWD seine vorläufige Bilanz für den Frühling 2020 vor. Demnach war das Frühjahr in Deutschland eines der sonnigsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und wie bereits in den Vorjahren ziemlich warm. Mit 9,2 Grad lag der Temperaturdurchschnitt um 1,5 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990.

Gleichzeitig war das Frühjahr erneut deutlich zu trocken. Mit rund 108 Litern Niederschlag pro Quadratmeter fielen nur gut 50 Prozent des vieljährigen Durchschnitts. Laut Meteorologe Karsten Brandt seien die oberen 35 bis 40 Zentimeter des Bodens knochentrocken. "Ein kleiner Schauer hilft da nicht, es müsste schon deutlich mehr regnen." Brandt sorgt sich nach der Trockenheit in den Sommern der vergangenen Jahre vor einem weiteren Dürrejahr mit schweren Folgen. Vor allem die Fichtenwälder leiden stark und auch die Sieg hält bereits im Mai nur wenig Wasser. Im Zuge der Dürre im vergangenen Jahr bat die Stadt Bonn um die Bewässerung von Straßenbäumen und Fassadengrün.

Alle Informationen und die Vorhersagen für Bonn, den Rhein-Sieg-Kreis und den Kreis Ahrweiler finden Sie hier.

(Mit Material von dpa)