Allergie-Wetter: Tipps zur Pollensaison in Bonn und der Region

Allergie-Wetter : Tipps zur Pollensaison in Bonn und der Region

Die Nase läuft, die Augen tränen: Heuschnupfenzeit. Und das bereits seit Anfang März. Worauf sollte man achten, was kann man tun und was sollte man lassen?

Allergie oder Grippe?

Damit die Anzeichen einer Pollenallergie richtig gedeutet und nicht mit einer Grippe verwechselt werden, könnte ärztlicher Rat helfen, empfiehlt die Stiftung Deutscher Pollendienst. Die Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, den aktuellen Pollenflug zu erheben und die Pollenflugvorhersage bundesweit zu verbreiten.

Was hilft gegen die Allergie?

Bei geringen Beschwerden sei eine Kochsalzlösung hilfreich. Bei stärkeren Symptomen könnten Medikamente helfen. „Antihistaminika können Menschen, die unter Heuschnupfen leiden, weiterhelfen. Sie verhindern die Ausbreitung von Histamin im Körper“, erklärt Karl-Christian Bergmann, Allergologe an der Berliner Charité und Vorsitzender der Stiftung Deutscher Pollendienst. Der Botenstoff Histamin lasse die Nasenschleimhaut anschwellen und bewirke, dass sie vermehrt Sekret absondere.

Wo kann ich den Pollen entkommen?

Wirklich pollenfrei seien nur wenige Regionen: Auf hoher See ganzjährig oder ab Ende Juli in den Alpen genießen Allergiker pollenfreie Zeiten. „Der Urlaub an der Nord- oder Ostseeküste kann für Betroffene auch eine Erholung sein, jedoch sollte man immer die Windrichtung im Auge behalten. Bei Landwind kann die Beschwerdefreiheit ein schnelles Ende nehmen“, warnt Bergmann.

Was mache ich, wenn ich draußen arbeite?

Berufliche Konsequenzen hat die Pollensaison vor allem für Menschen, die an der frischen Luft arbeiten - denn sie sind den Allergenen ständig ausgesetzt. Da geht es oft nicht ohne Spray und Tabletten, es müssen nur die richtigen sein. Schließlich sollen die Medikamente nicht nur die Symptome abstellen, sagt Anette Wahl-Wachendorf, Vizepräsidentin des Verbandes der Werks- und Betriebsärzte: "Bei Kraftfahrern und Leuten, die schwere Maschinen bedienen, kommt natürlich noch hinzu, dass die durch Anti-Allergika nicht müde sein dürfen."

Soll ich während der Allergie Sport machen?

Vorbeugend kann Sport gegen die Allergie helfen. Gerade Ausdauersport kann Nebenwirkungen wie Luftnot oder Kurzatmigkeit entgegenwirken, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP). Dabei wird auch die Atemmuskulatur trainiert. Allergiker sollten in dieser Phase allerdings keine Spitzenleistungen von sich erwarten und Tempo rausnehmen, wenn sie außer Atem sind.

Kann ich mit der Allergie Autofahren?

Von April bis August ist die Pollensaison auf ihrem Höhepunkt. Das ist für Betroffene nicht nur unangenehm, sondern kann im Straßenverkehr richtig gefährlich werden. Denn wer etwa beim Niesen die Augen zumachen muss, fährt in einer Sekunde bei Tempo 100 circa 28 Meter blind, teilt der Tüv Süd mit. Die Autofahrer sollten Schiebedach und Fenster schließen und auf einen regelmäßig gewechselten Pollenfilter für den Inneraum achten. Im Schatten von Bäumen zu parken, sollten anfällige Autofahrer wegen herabfallender Pollen ebenfalls vermeiden. Es könne auch helfen, seine Jacke vor dem Einsteigen in den Kofferraum zu legen, um Pollen nicht mit nach drinnen zu nehmen.

Was hat die Pollensaison mit dem Klimawandel zu tun?

„Was die Klimaerwärmung betrifft, hat sich die Blühzeit der Frühblüher nach vorne verschoben - vor allem bei der Hasel“, sagte Christina Endler, Meteorologin und Expertin für Pollenflug vom DWD. Die Bedingungen für das Pflanzenwachstum haben sich verbessert.

"Es gibt ganz klare Daten: In den vergangenen 30 Jahren hat sich die Pollensaison in Deutschland schon deutlich verlängert. Aber sie ist auch intensiver geworden", sagt der Leiter des Allergie-Centrums der Berliner Charité, Torsten Zuberbier.

So wird das Wetter in Bonn und der Region. Eine genaue Übersicht über den aktuellen Pollenflug gibt es auf unserer Wetterübersicht. Die detailierte Pollenansicht gibt es hier beim Klick auf den Ort.

(mit Material von dpa)

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