Orkantief Sabine: Welche Versicherung haftet bei Sturmschäden?

Orkantief „Sabine“ nimmt Kurs auf NRW : Welche Versicherung haftet bei Sturmschäden?

Orkantief „Sabine“ zieht am Wochenende Richtung NRW. Der Deutsche Wetterdienst rechnet mit heftigen Gewittern die Verkehrsstörungen und Sachschäden zur Folge haben. Hier erfahren Sie, mit welcher Versicherung sie gegen Sturmschäden gewappnet sind.

Ab Sonntagmittag soll Orkantief „Sabine“ über NRW hinwegfegen. Auch die Bonnerinnen und Bonner müssen sich auf heftige Sturmböen und massive Verkehrsbehinderungen einstellen. Seinen Höhepunkt erreichen soll das Unwetter dann in der Nacht auf Montag. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor umstürzenden Bäumen, herabgewehten Ziegeln und abgebrochenen Ästen und rät: „Alles, was im Freien nicht niet- und nagelfest ist, sollte gesichert werden.“ Was Sie tun können, falls bei Ihnen Sturmschäden entstehen, und welche Versicherung im Fall der Fälle haftet, erfahren Sie hier:

Sturmschäden am Gebäude

Bei Schäden am Haus greift die Wohngebäudeversicherung. Sie deckt neben Sturm- auch Feuer-, Wasser- oder Hagelschäden am Gebäude ab. Auch Folgeschäden, zum Beispiel durch eindringendes Regenwasser, sind mitversichert. Die Versicherung übernimmt die Kosten, die auf den Eigentümer zukommen, um das Haus nach einem Sturm wieder in Stand zu setzen. Laut der ARAG-Versicherung sollte jeder Hauseigentümer eine Wohngebäudeversicherung besitzen, da sie grundlegende Schadensfälle am Gebäude abdeckt. Gesetzlich vorgeschrieben ist die Versicherung allerdings nicht. Für Gebäude, die sich noch im Bau befinden, ist eine Bauleistungsversicherung notwendig.

Kaputte Einrichtungsgegenstände

Möbel und andere Einrichtungsgegenstände werden im Schadensfall über die Hausratsversicherung abgedeckt. Auch hier sind die Folgeschäden inbegriffen. Fenster- und Türscheiben sowie Glasdächer können durch die Glasversicherung geschützt werden. Diese kann bei manchen Anbietern in der Hausratsversicherung enthalten sein.

Autoschäden

Gegen Kosten durch Sturm- und Hagelschäden am Auto können sie sich mit der Kaskoversicherung schützen. Wird das Fahrzeug beispielsweise durch umherfliegende Dachpfannen, herabstürzende Äste oder umgestürzte Bäume beschädigt, tritt die Teilkaskoversicherung ein. Sie zahlt die notwendigen Reparaturen oder ersetzt im Bedarfsfall den Zeitwert des Wagens. Laut ARAG kommt die Teilkaskoversicherung allerdings nicht für mittelbare Sturmschäden auf. Hier bedarf es einer Vollkaskoversicherung, die auch Schäden beinhaltet, die durch eigenes Verschulden entstanden sind. Dieser kann eintreten, wenn eine Person zum Beispiel durch eigenes Verschulden gegen einen umgestürzten Baumstamm fährt.

Folgeschäden

Auch einige Tage nach dem Sturm kann es immer noch zu Sachschäden kommen. Bäume und Äste können als Folge des Sturms abknicken und auf Autos stürzen, Wasserschäden in Häusern festgestellt werden. Auch diese Schäden können durch die oben aufgeführten Versicherungen erstattet werden. Im Zweifelsfall prüft ein Versicherungs-Sachverständiger, ob der Sturm als Ursache für einen Schaden herangezogen werden kann.