Wüsten- und Blütenstaub in der Luft: Blutregen und Gewitter in Bonn und der Region

Wüsten- und Blütenstaub in der Luft : Blutregen und Gewitter in Bonn und der Region

Auf den sonnigen Wochenstart folgt wechselhaftes Wetter. Bereits am Mittwochnachmittag können sich in Bonn und der Region vereinzelt Schauer und Gewitter bilden. Der angekündigte Niederschlag könnte sich außerdem als "Blutregen" zeigen.

Nach einem frühsommerlichen Start in die Woche nach Ostern mit Höchstwerten bis 26 Grad rechnen die Bonner Wetterportale donnerwetter.de und Wetteronline am Mittwoch mit vereinzelten Gewittern, kräftigem Wind und Regenschauern über Bonn und der Region. Für den Rhein-Sieg-Kreis gilt bis Mitternacht zudem eine amtliche Warnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vor Windböen mit Geschwindigkeiten bis 85 Stundenkilometer.

Dabei kommt es zu einem besonderen Wetterphänomen, dem sogenannten "Blutregen": "Wir hatten und haben Saharastaub in der Luft, der vor allem am Dienstag deutlich an der milchigen Farbe des Himmels und der nicht mehr ganz so guten Sicht zu erkennen war," sagt Constantijn Venema von Wetteronline. Die Sicht sei am Mittwoch zwar schon wieder etwas besser, es befinde sich aber nach wie vor Wüstenstaub in der Luft.

Entwickelt sich Niederschlag, kann sich darin der in der Luft befindliche Sand der Sahara mischen. Staub und Sand aus der Sahara können bei entsprechender Wetterlage bis nach Deutschland vordringen. Das von Südwesten her aufziehende Tief „Sander“ könnte also schon ab den Nachmittagsstunden den Wüstenstaub aus der Luft waschen.

Während der „Blutregen“ für den Betrachter zunächst weitgehend unsichtbar bleibt, werden vor allem die Rückstände zu sehen sein. Der rötliche Staub setzt sich auf hellen und glatten Oberflächen deutlich ab – zum Beispiel auf Autos oder Gartenmöbeln. Die Waschanlagen in der Region dürften in den kommenden Tagen um einiges voller werden. Für Allergiker deutlich Schlimmer: Neben dem roten Sand befinden sich zudem etliche Birkenpollen in den Regentropfen. Diese Allergene gelten als besonders aggressiv. Betroffene sollten ihren Tagesrhythmus und ihre Gewohnheiten anpassen.

Spätestens ab Freitag sei der Wüstengruß aber schon wieder Geschichte, so Venema: „Weil die Luft dann von Westen her zu uns kommt und Nordseeluft statt Saharasand heranführt.“ Die Temperaturen sinken dann auf Höchstwerte bis 18 Grad am Tag und neun Grad in der Nacht.

Aktuelle Informationen zum Wetter und für Allergiker gibt es auf www.ga-bonn.de/wetter. Aktuelle Unwetterwarnungen finden Sie unter www.ga-bonn.de/wetterwarnungen.

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