Dorffest in Bad Bodendorf: Viele Gründe zum Feiern in Bad Bodendorf

Dorffest in Bad Bodendorf : Viele Gründe zum Feiern in Bad Bodendorf

Die Bad Bodendorfer freuen sich beim Dorffest über den Ratsbeschluss zum Kauf des Bodendorfer Bahnhofsgeländes durch die Stadt, die Besucher über das breite Angebotsspektrum.

Nicht nur weil die Sonne schien und viele Besucher kamen, hatten die Bad Bodendorfer beim Dorffest gut lachen. Schnell machte auch die Runde, dass der Sinziger Stadtrat einhellig beschlossen hat, das Bad Bodendorfer Bahnhofsgelände aus privater Hand zu kaufen. Viele begrüßten, dass nunmehr der Festplatz fürs Weinfest und den Wochenmarkt gesichert sei. Auch ein Grund für einige, mit einem kühlen Getränk anzustoßen, nachdem Ortsvorsteher Alexander Albrecht, der auch Chef des ausrichtenden Dorffestausschusses ist, im Beisein von Bürgermeister Andreas Geron als Startschuss für die Feierlichkeiten ein Fass angeschlagen hatte. Weil auch das Wetter mitspielte, stauten sich zuweilen die Fußgänger auf der für Autos gesperrten Hauptstraße, wo schon zu Beginn Kinderwagen-Kolonnen und Fußgängeraufläufe auszumachen waren und mancherorts nur schwer durchzukommen war.

Dass manchmal aus der Not etwas Neues entsteht, hat das diesjährige Bad Bodendorfer Dorffest zudem gezeigt. So war die Vorjahresauflage wegen Regens in einer abgespeckten Version und vor allem unter schützenden Zeltdächern abgehalten worden und klein, aber gemütlich. Derart, dass die Verantwortlichen beschlossen, die Ausdehnung der Festmeile für die diesjährige 41. Auflage zu verkleinern, um die Attraktivität zu steigern. Deswegen waren alle Stände, die bis in den Abend geöffnet hatten, zwischen der Hauptbühne und dem Zelt am Pfarrheim angesiedelt. Die Tagesangebote hingegen zogen sich entlang der für Autos gesperrten Hauptstraße von der Bühne in Richtung Ortsausgang. So sollte abends keine „leere Lücke“ zwischen den Schauplätzen entstehen.

Wettbewerb: "Blühendes Bad Bodendorf!

Kinder hatten beim Flohmarkt ihre Tische und Decken auf der Straße ausgebreitet. Hüpfburg und Bällebad sowie einige Spielestationen erweiterten dieses Jahr das Spektrum. Dazu kamen Info- und Mitmachstände. Der Spielmannszug bot nicht nur Kinderaktionen an, er verkündete auch, dass er im kommenden Jahr das Eintrittsalter von sieben auf vier Jahre senkt. Mit einer Art musikalischer Früherziehung sollen die Kinder dann an das spätere Spiel auf Flöte oder Trommel herangeführt werden. Auch wer längst noch nicht im Führerschein-Alter war, nahm engagiert am Fahrsimulator Platz. In geheimer Wahl wurde zudem aus 13 ausgehängten Fotos für das schönste Motiv für eine künftige Bad Bodendorfer Postkarte gestimmt. Die Feuerwehr brachte gut gelaunt Lose unters Volk für eine Tombola, deren Preise im Pfarrheim abzuholen waren. Gewinner gab es auch bei der Ehrung zum Wettbewerb „Blühendes Bad Bodendorf“ und beim Wettbewerb im Bierstemmen.

Zum Festauftakt hatten die Kinder der Kita Max und Moritz als herbstliche Blätter um einen lebendigen Baum herum getanzt und wie auch die Kinder der Grundschule Sankt Martin gesungen. Die Tanzgruppen Blue Berrys, Blue Stars und Blue Velvet, das Blasorchester Sankt Sebastianus und nicht zuletzt die vereinten Männergesangvereine „Eintracht“ und „Cäcilia“ demonstrierten ihr Können auf der Bühne. Einige Höfe öffneten, und heimische Künstler stellten unter dem Motto „Bad Bodendorf kreativ“ aus, bis der Abend bei Party- und Rockmusik ausklang. Ein Großteil der 32 Ortsvereine war beim Dorffest mit dabei, das laut Albrecht das Hauptfest zur 1125-Jahr-Feier des Ortes gewesen ist. Der Erlös soll diesmal der Erneuerung des Kinderspielplatzes Am Rotberg zugutekommen.