Garten und Balkon: Vertikutieren zum Saisonende

Garten und Balkon : Vertikutieren zum Saisonende

Während der lichtärmeren Zeit im Herbst hat es der Rasen schwer: Die Gräser können nur noch wenig Licht aufnehmen und reduzieren den Stoffwechsel. Deshalb ist es wichtig, das Laub regelmäßig zu entfernen. Denn bleibt es auf dem Grün liegen, vergilben die Halme und sterben ab.

Das feuchtwarme Klima unter der Blätterschicht begünstigt außerdem die Bildung von Pilzkrankheiten und Fäulnis. Das belastet das Grün zusätzlich. Besonders einfach funktioniert die Laubentfernung mit dem Rasenmäher. Das bietet auch den Vorteil, dass das Laub zerkleinert wird und vermischt mit dem stickstoffreichen Rasenschnitt leicht kompostiert werden kann.

Nach den Sommermonaten wächst der Rasen zwar nur noch wenig, dennoch sollte das Grün so lange regelmäßig gemäht werden, bis sich das Wachstum aufgrund der Witterung einstellt. Je nach Temperaturen erfolgt der letzte Schnitt gegen Anfang November. Dabei empfiehlt sich, das Gras etwas höher zu belassen. Eine Schnitthöhe von circa fünf Zentimetern ist ideal. Dadurch verbleibt genügend Blattmasse für die Photosynthese und zur Einlagerung von Reservestoffen. Zu lang dürfen die Halme aber auch nicht sein, da sie bei Frost und Schnee schnell einknicken können.

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Auch wenn der Rasen im Winterschlaf ist, benötigt er ausreichend Luft. Durch ein abschließendes Vertikutieren im Herbst werden Moos und Unkraut aus dem Rasen entfernt. Dabei ritzen Vertikutierer den Boden mit ihren Messern millimetertief auf und ziehen die abgestorbenen Teile aus dem Boden. Das schafft Platz für nachwachsende Gräser und stellt die Versorgung der Graswurzeln mit genügend Luft, Wasser und Nährstoffen sicher.

Spezielle Herbstdünger können die Nährstoffversorgung gezielt unterstützen. Diese Dünger enthalten weniger Stickstoff, aber viel Kalium. Letzteres stärkt die Zellen der Gräser und erhöht deren Widerstandsfähigkeit: Der Rasen ist dadurch resistenter gegenüber Trockenheit, Frost und Krankheiten. Durch dieses Plus an Nährstoffen kann er auch Minustemperaturen aushalten, ohne allzu großen Schaden zu nehmen.

Während der Winterzeit ist es ratsam, den Rasen so wenig wie möglich zu beanspruchen. Wenn er mit Raureif überzogen ist, sollte er lieber nicht betreten werden. Werden die gefrorenen Halme belastet, brechen sie ab und vertrocknen. Auch bei Schnee ist Vorsicht geboten: Beim Betreten presst sich der Schnee zusammen, wodurch braune Flecken entstehen können.