Aktion Weihnachtslicht: Lesung, Marke, Weihnachtsmarkt

Aktion Weihnachtslicht : Lesung, Marke, Weihnachtsmarkt

Viele engagieren sich für die Hilfsaktion - Sparkasse nimmt am Friedensplatz kostenlos Bareinzahlungen entgegen.

Der Fall erschütterte Friesdorf und ganz Bonn. Auch sechs Jahre später ist die Erinnerung an den jungen Studenten Jens Bleck für viele, die ihn kannten, mit Frust, ja mit Wut verbunden. Denn die Umstände seines Todes wurden nicht aufgeklärt, das Verfahren in diesem Jahr von der Staatsanwaltschaft eingestellt.

Schriftsteller und GA-Redakteur Wolfgang Kaes hat mit seinem neuesten Roman „Endstation“ auch dafür gesorgt, dass die Ereignisse nicht in Vergessenheit geraten.

Wolfgang Kaes stellt mit seiner Frau Helga zugunsten der Aktion Weihnachtslicht des General-Anzeigers seinen neuen Roman „Endstation“ vor. Foto: Stefan Knopp

Am 8. November, auf den Tag sechs Jahre nach Jens Blecks Tod, lasen Kaes und seine Frau Helga in der Friesdorfer Pauluskirche aus dem Buch. Der Erlös aus der Veranstaltung kommt der Aktion Weihnachtslicht des Bonner General-Anzeigers zugute.

Im Mittelpunkt der Lesung stand das Verhör der Zeugin Jessica am Ort des Geschehens, einer Disco am Rheinufer. Im Roman ist sie eine psychisch labile junge Frau ohne Zukunftsperspektive, die sich sträubt, die wahren Ereignisse zu schildern, obwohl der Kommissar ihre Aussagen als Lügen enttarnt. Eine Szene, die unter die Haut geht, das merkte man dem Publikum an.

Die Kirche war sehr gut gefüllt, und einige Zuhörer hatten im Anschluss Redebedarf. „Es ist skandalös, dass die Staatsanwaltschaft das Verfahren eingestellt hat“, meinte eine Frau, die der Familie Bleck nahesteht. Sie habe jegliches Vertrauen in den Rechtsstaat verloren.

Man erfuhr an diesem Abend von Autor Kaes, dass er mit dem Wahrheitsgehalt im Roman vorsichtig umgehen musste und dass die Angehörigen das Manuskript abgesegnet hätten, bevor er es an den Verlag geschickt habe. Wenn die Betroffenen nicht im Boot wären, hätte er das Projekt gar nicht erst begonnen, sagte er. Ob man diesen Fall noch auflösen könne? „Je mehr Zeit ins Land geht, desto schwieriger wird es“, so der Autor. Wahrscheinlich könne nur eine Öffentlichkeit, die für politischen Druck sorgt, dazu beitragen, dass der Fall neu aufgerollt wird. kpo

Die aktuelle Kampagne des Weihnachtslichts nimmt jetzt wieder richtig Fahrt auf. Damit bedürftigen Senioren in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis schnell in Notsituationen geholfen werden kann, ist das Weihnachtslicht jedoch auf vielfältige Unterstützung angewiesen. Wer spenden will, hat verschiedene Möglichkeiten. Am besten wird das Geld direkt auf das Konto der GA-Hilfsaktion überwiesen. Wer jedoch lieber Bargeld einzahlen will, der kann das bei der Sparkasse Köln-Bonn am Friedensplatz erledigen. Dankenswerterweise bietet das Geldinstitut diesen Service für das Weihnachtslicht kostenlos an. „Viele möchten auf diesem einfachen Weg unsere Arbeit unterstützen und zahlen ihre Spende am liebsten bar ein. Für diesen Service der Sparkasse Köln-Bonn sind wir sehr dankbar“, freut sich Lisa Inhoffen, Vize-Vorsitzende des Vereins Weihnachtslicht, über diesen Service. img

Darauf haben Philatelisten das ganze Jahr gewartet: Jetzt gibt es wieder eine neue Briefmarke für die Aktion Weihnachtslicht. Die Wertzeichen gehören jedoch nicht allein ins Album. „Sie sind bestens dafür geeignet, um die Weihnachtspost zu frankieren“, meint Weihnachtslicht-Vorsitzender Bernd Leyenecker. Britta Firmenich, PR-Managerin der Deutschen Post AG, überreichte ihm symbolisch die erste Briefmarke – allerdings in Großformat. Seit 2012 gibt es die Sondermarken. Zwar variiert die Farbe von Jahr zu Jahr, das Motiv ist allerdings immer gleich. „Es zeigt unsere Flamme mit einer gebenden und einer nehmenden Hand“, erklärt Leyendecker. Erhältlich ist die Marke am Stand des GA-Weihnachtslichts auf dem Bonner Weihnachtsmarkt. Die Postwertzeichen haben einen Versandwert von 80 Cent und kosten jeweils 1,00 Euro .

 Werner Hümmrich und Lisa Inhoffen weisen auf die Möglichkeit hin, bei der Sparkasse am Friedensplatz kostenlos Barspenden einzuzahlen. Foto: Benjamin Westhoff

Die Bude des GA-Weihnachtslichts auf dem Weihnachtsmarkt steht auch in diesem Jahr wieder unweit des Sterntors. Dort gibt es neben den Sondermarken auch CDs sowie DVD’s. Die CDs kosten 1,50 Euro pro Stück, vier CDs gibt es für fünf, zehn für zehn Euros. Der Preis für Doppel-CD beträgt 2,50 Euro.

Wer sich für eine der vielen DVDs interessiert, zahlt drei Euro für eine sowie sechs Euro für drei. Der Bonner Weihnachtsmarkt findet vom 22. November bis 23. Dezember statt. Am Totensonntag, 24. November, ist er jedoch traditionell geschlossen. img