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Kooperation in der Corona-Krise: GA-Weihnachtslicht und Bonner Tafel vergeben Einkaufsgutscheine

Kooperation in der Corona-Krise : GA-Weihnachtslicht und Bonner Tafel vergeben Einkaufsgutscheine

Seit zwei Wochen hat die Bonner Tafel wegen der Corona-Pandemie geschlossen, die Not der Bedürftigen aber bleibt. Das Hilfswerk des General-Anzeigers, das GA-Weihnachtslicht, ist nun eine vorübergehende Kooperation mit der Tafel eingegangen.

Normalerweise arbeiten die 120 ehrenamtlichen Mitarbeiter im Wechsel an fünf Tagen die Woche in der Mackestraße und geben Lebensmittel aus. Kunden der Tafel im Alter ab 65 Jahren bekommen nun wöchentlich einen Einkaufsgutschein in Höhe von 25 Euro, um ihren Bedarf mit grundlegenden Lebensmitteln decken zu können. „Das entspricht etwa dem Warenwert, den wir sonst wöchentlich an Lebensmitteln pro Haushalt ausgeben“, sagte Beatrix Görtner aus dem Vorstand der Bonner Tafel.

Die Kosten trägt das GA-Weihnachtslicht. Das Versenden der Gutscheine übernähmen zwei Mitarbeiter der Bonner Tafel, erklärte  Beatrix Görtner: „Über die Sonderaktion des Weihnachtslichts haben wir uns sehr gefreut, es wird die Not vieler Menschen lindern können.“

Die Kooperation läuft zunächst in den kommenden vier Wochen, maximal bis Ende Mai oder bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die Tafel wieder ihre Türen öffnen kann.

Erfreut über das rasche Zustandekommen der Kooperation zeigte sich der Vorsitzende des GA-Weihnachtslichts, Bernd Leyendecker. „Es genügten wenige Telefongespräche, um das Projekt auf den Weg zu bringen.“ Er wies in diesem Zusammenhang auf die Weihnachtslicht-Satzung hin, in der der Zweck des Vereins festgeschrieben ist: „Unterstützung bedürftiger Bevölkerungskreise.“ Leyendecker: „Genau das tun wir, indem wir Mitbürgerinnen und Mitbürger, die allzu oft im toten Winkel unserer Gesellschaft verschwinden, unterstützen.“ Er bat die GA-Leserinnen und -Leser, das Projekt „Bonner Tafel/Aktion Weihnachtslicht“ zu unterstützen. „Mit einer Spende können Sie in dieser schwierigen Zeit einen wichtigen Beitrag zur Linderung der Not vieler ärmeren Seniorinnen und Senioren leisten. Im voraus danke ich Ihnen ganz herzlich.“

Die Bonner Tafel sammelt für gewöhnlich Lebensmittel in Geschäften des täglichen Bedarfs ein, um sie weiterzureichen. Aber was ist schon gewöhnlich in diesen Tagen der Corona-Krise. „Uns war ziemlich schnell klar, dass unsere Art der Arbeit ohne Kontakt nicht möglich ist“, erklärte Görtner die Schließung. Um das Ansteckungsrisiko gerade für ältere ehrenamtliche Helfer gering zu halten, fährt der Verein die Geschäfte mit seinem Lieferwagen nicht mehr an. Nur noch eine Versorgung von Organisationen und Einrichtungen wie Frauenhäuser und Obdachlosenheime sei aufrecht erhalten geblieben. „Aber nun gehen auch so langsam die haltbaren Lebensmittel aus“, so Görtner.

Für die jüngeren Kunden, die auf die Hilfe der Tafel angewiesen ist, naht ebenfalls Hilfe: Wie Görtner sagte, hat die Aktion Mensch eine finanzielle Corona-Hilfe für die Bundestafel bereitgestellt. Die Bonner Tafel werde Gelder für diese Soforthilfe beantragen: „Ich gehe davon aus, dass diese Hilfen in Form von Einkaufsgutscheinen ausreichen werden, um die nächsten drei bis vier Wochen überbrücken zu können.“

Der Kreis derjenigen, die Lebensmittel über die Bonner Tafel beziehen, ist groß: Nach Angaben von Görtner werden 680 Haushalte über die Ausgabe in der Mackestraße regelmäßig versorgt. Beziehe man die Auslieferung an die genannten Einrichtungen mit ein, seien es rund 4500 Bonner Bürger, Görtner: „Der Bedarf ist noch größer.“

Spenden für die Aktion Bonner Tafel/Aktion Weihnachtslicht sind auf das Konto mit der IBAN: DE 76 37 05 01 98 00 00 00 47 70 möglich.