Tipps für umweltbewusstes Handeln:: Nachhaltiger leben im Studium

Tipps für umweltbewusstes Handeln: : Nachhaltiger leben im Studium

Inzwischen hat es fast jeder verstanden. Die Menschheit muss auf den Planeten achten und nachhaltiger leben. Schon am 29. Juli war der globale Erdüberlastungstag.

Das bedeutet, dass bereits an diesem Tag alle Ressourcen, die die Erde zur Verfügung stellt, von der gesamten Weltbevölkerung aufgebraucht wurden. Den Rest des Jahres leben die Menschen sozusagen „auf Pump“. Fünf Tipps um als Student besser mit Energie, Naturbeständen und natürlich Geld zu haushalten:

Weniger Zettelwirtschaft

Was bleibt eigentlich am Ende des Studiums? Hoffentlich ein guter Abschluss und die Aussicht auf einen passenden Job. Doch auch zahlreiche Ordner mit teuren Kopiervorlagen, vollgeschriebenen Blöcken, bekritzelten Zetteln sowie etliche Bücher. Oft verschwinden die Berge an gepressten Zellulosefasern in Kisten auf Nimmerwiedersehen verstaut im Keller. Vielleicht kommen die gesammelten Werke irgendwann noch mal zum Einsatz, denken sich viele. Wahrscheinlich ist das nicht.

Sinnvoller ist es, bereits im Studium zu überlegen, was tatsächlich benötigt wird – frei nach dem Motto: think before you print. Zahlreiche Unterlagen sind digital herunterzuladen und können im Dokument bearbeitet werden. Das hat zudem den Vorteil, dass niemand schwere Unterlagen schleppen und sortieren muss. Praktisch für Vorlesungen und Seminare: Das Gehörte direkt in ein Textprogramm eintippen. Das verkleinert die Zettelwirtschaft und ist in der Cloud direkt verfügbar. Zudem werden Apps angeboten, die helfen, Vorlesungen unmittelbar zu digitalisieren. Die in der Trial-Version kostenlose Android-App „LectureNotes“ ist für Tabletbesitzer eine sinnvolle Anschaffung. Sie wurde speziell für Nutzer an der Universität entwickelt. Dank einer Bild-Import-Funktion lassen sich Dokumente einfach importieren und mit einem Stylus-Stift zusätzliche Einträge und Notizen hinzufügen. Mit der App „CamScanner“ entfällt lästiges Kopieren. Mit der Kamera einfach das Dokument einscannen – und schon kann es bearbeitet und in eine Cloud hochgeladen werden. Das Notizzettel-Chaos organisieren Apps wie „Evernote“ oder „Any.Do“. Dennoch: gar kein Papier zu verwenden wird schwerfallen. Wer nicht ganz verzichten kann, schreibt Blätter beidseitig voll und greift zu Recycling-Papier.

Bye-bye Stand-by

Wer sich mit seinen Kommilitonen eine Wohnung teilt, kann ebenfalls einiges bewirken. Hilfreich ist es, Elektro-Geräte zu überprüfen. Wer mit einem zwischengeschalteten Strommesser den Verbrauch angeschlossener Geräte checkt, entlarvt die Energiefresser. Denn auch wenn es nicht offensichtlich ist: Fernseher, Soundanlagen oder Laptops benötigen selbst im Stand-by-Modus eine Menge unnötige Energie. Ladegeräte von Smartphones ziehen sogar dann Strom, wenn der Akku vollgeladen ist. Steckdosen mit Kippschaltern leisten unkompliziert Abhilfe und sind beim Verlassen des Zimmers schnell ausgeschaltet. Von einem anfänglich höheren Aufwand bleibt am Ende ein besseres Gewissen – oder einfach mehr Kohle – übrig. Die Jahresabrechnung wird es zeigen.

Blick in den Kalender

Mit wenig Geld auskommen – das gehört zu dem, was junge Menschen im Studium lernen. Aber: Der Kühlschrank muss trotzdem gefüllt werden. Statt zu teurerem, importierte Obst und Gemüse aus Neuseeland oder Südamerika zu greifen, kann es sinnvoll sein, sich mit dem Saisonkalender zu beschäftigen. Welches Obst wird in welchem Monat geerntet, welches Gemüse zu welcher Jahreszeit auf heimischen Feldern angebaut?

Jetzt im Herbst sind zum Beispiel Kürbis, Kohlsorten und Möhren günstig erhältlich, ebenso wie Äpfel und Birnen. Wer saisonal einkauft, kann im Supermarkt echte Schnäppchen machen – und sich dabei zugleich gesünder und schmackhafter ernähren. Eine praktische, kostenlose App hierzu bietet etwa das Bundeszentrum für Ernährung. „Der Saisonkalender“ steht im App-Store von iTunes und Google Play zum Download bereit.

Frisch gebacken

Regional kaufen hört nicht bei Obst und Gemüse auf. Auch Teiglinge für Discounter-Backwaren stammen immer häufiger aus dem Ausland. China und Frankreich etwa zählen zu den großen Preback-Exporteuren. Aber: die langen Transportwege wirken sich nicht nur schlecht auf die CO2-Bilanz aus, sondern sind zudem unnötig. Schließlich haben Brot und Backwaren in deutschen Meisterbäckereien eine lange Tradition. Den vorgefertigten Import-Teigen sind zudem häufig Zusatzstoffe wie Enzyme, Aminosäuren oder Ascorbinsäure zugesetzt. Traditionelle Betriebe lassen derartige Substanzen weg und unterscheiden sich dennoch preislich nur wenig.

Gut geplant

Ein guter Tipp gegen Verschwendung, der das Portemonnaie schont: Am Anfang der Woche einen Essensplan erstellen – und dementsprechend einkaufen. So bewahrt jeder den Überblick über den Inhalt des Kühlschranks, und es landet bestenfalls nichts mehr in der Tonne. Und wenn doch etwas übrigbleibt: Die Mitbewohner auf eine selbstgemachte „Reste“-Pizza einladen.