Wunderschönes Siebengebirge : Eine Auszeit vom Karneval

Für Karnevalsflüchtige und erholungsbedürftige Jecken: Entspannung pur beim Wandern in der Natur oder bei Wellness & Co. im Siebengebirge und im Saunapark Siebengebirge.

Wer auf der Suche nach der konfettifreien Zone ist – im Siebengebirge wird der Karnevalsflüchter nicht enttäuscht. Und auch Karnevalisten, die zwischen jecker Party, Rathaussturm und Rosenmontags- oder Veilchendienstagszoch eine kleine karnevalistische Auszeit wünschen, können hier die Pappnase und das Narren-Outfit ablegen.

Das schönste Kostüm für diesen Zweck: Puddelrüh – natürlich im Saunapark Siebengebirge. Die Anlage am Rande des Siebengebirges, die erst im vergangenen Jahr umfassend renoviert wurde, ist eine echte Entspannungsoase, die darüber hinaus auch an allen tollen Tage geöffnet hat. Wer also Zügen und Jecken aus dem Weg gehen möchte, ist hier richtig. Statt Alaaf heißt es: Aufguss! Statt Kamelle: Kaffee, Cocktails und andere Leckerbissen im Sauna-Restaurant „Auszeit“. Statt Wieverfasteler: Wellness! Statt Rosenmontag: Relaxbeautybehandlung und statt Veilchendienstagszug: Verwöhnen pur!

Ganz ohne Zoch kommt der Besucher aber auch im Saunapark Siebengebirge nicht davon: Hier kann er durch sieben Saunen ziehen, in denen interessante und vor allem auch Aufgüsse aus naturreinen ätherischen Ölen gemacht werden. Die sieben unterschiedlichen Arten des Saunierens bei Temperaturen zwischen 65 bis 100 Grad bringen die Gäste ganz schön ins Schwitzen. Bis zu 25 verschiedene Aufgüsse gibt es täglich. Romantisch natürlich die Wald- und die Gartensauna, wo auch der Lützbach mit seinem naturkalten Wasser zum Kneippgang einlädt (Freitag, Samstag bis 24 Uhr, Sonntag bis 22 und Rosenmontag bis 23 Uhr geöffnet, jeweils ab 10 Uhr, nur freitags ab 11 Uhr).

Ein Tag im Saunapark bietet noch mehr prickelnde Akzente. Im Beauty & Spa (an allen Karnevalstagen von 12 bis 20 Uhr) kann sich der Besucher verwöhnen lassen – ob bei Wellness-Massagen oder kosmetischen Behandlungen. Nach durchfeierten Nächten für Karnevalisten die richtige „Medizin“, um wieder fit, gepflegt und ausgeruht zu sein für die nächsten jecken Abenteuer dieser Session, bevor dann Aschermittwoch Schluss mit lustig ist. Und: Am 8. März steigt bereits die nächste Saunanacht unter dem Motto: „Viaje Culinario“!

Eine weitere angenehme Form, um dem jecken Treiben auszuweichen oder sich davon zu erholen, ist der Wald. Wanderschuhe an – und hinaus ins Siebengebirge. Aber halt, auch da gibt es einen Zoch, die Drachenfelsbahn, die jetzt in der Vorsaison  täglich zwischen 12 und 17 Uhr halbstündlich unterwegs ist und die Fahrgäste hoch zum Drachenfelsplateau bringt. Bis hierher fliegt kein Konfetti. Aber von da aus ist es nur noch einen Katzensprung bis zur Burgruine. Und wer in die andere Richtung aufbricht, kommt zur Löwenburg und hat sich durch die bequeme Zugfahrt einige Steigungen erspart. Ganz so anstrengend soll es an den tollen Tagen ja dann auch nicht sein.

Aber: Zur Stärkung locken unterwegs die Waldgaststätten und Restaurants. Ob Herzhaftes oder Kaffee und Kuchen, der Spaziergänger kann sich in den Lokalen ausruhen und genießen. Etwa im Löwenburger Hof am Fuße der Löwenburg bei Schnitzel, Wurst oder Kuchen aus dem hauseigenen Backofen, eine gemütliche Pause einlegen – genau das Richtige bei einer längeren Tour durch das Siebengebirge an den Karnevalstagen.

Die Drachenfelsbahn ist übrigens auch im Beethovenjahr ganz auf Musik eingestellt. Zwei Triebwagen sind mit Beethoven-Motiven versehen. Und: Auch in dieser Saison findet von April bis Oktober die Musikreihe „Talstation im Takt“ statt – jeden zweiten Sonntag gibt es dann ab 14 Uhr zwei Stunden lang kostenlos Livemusik. Auftakt ist am Ostersonntag, 14. April, mit Latin Crooves des Ringel-Duos aus Bonn. Von Rock und Pop bis zu Jazz und Liedern aus alter Zeit reicht das Repertoire der unterschiedlichen Künstler. Eine englische Schülerband des Heathfield Community College wird außerdem bereits am 5. April von 15 bis 16 Uhr auf Vermittlung der Stadt den Fahrgästen das Warten auf den Zug verkürzen.

Beethoven, der in seiner Jugend gern mit einem Fernrohr von Bonn aus in gegenüberliegende Siebengebirge schaute und nach Zeitzeugenberichten auch am Rheinufer von Königswinter gearbeitet und geträumt haben soll, wäre vermutlich gerne mit der Drachenfelsbahn gefahren, hätte es sie zu seiner Zeit bereits gegeben. Aber sie hatte ja erst 113 Jahre nach seiner Geburt ihre Jungfernfahrt.

Damals gab es auch noch nicht die angelegten Wanderwege, die es heute so leicht machen, im Karneval zu einem Zoch durch die Natur aufzubrechen. oro