Fahrbericht: Mercedes GLA - So klein und schon ein Kompakt-SUV

Fahrbericht : Mercedes GLA - So klein und schon ein Kompakt-SUV

Auf der IAA feiert der Mercedes GLA seine Weltpremiere. Der stetige weltweite Aufwärtstrend der SUV (Sport Utility Vehicle) ist inzwischen sprichwörtlich. Nachdem Massenhersteller wie Opel mit dem Mokka oder Ford mit dem Kuga bereits die Kompaktklasse erfolgreich erschlossen haben, stößt nun auch Mercedes in dieses Segment vor. Die Schwaben nutzen die IAA in Frankfurt (12. bis 22. September) als Bühne für die Weltpremiere des GLA. Der 4,32 Meter lange SUV basiert auf der A-Klasse.

Der GLA rundet das Portfolio der Schwaben bei den SUV und Geländefahrzeugen nach unten ab. Kein anderer Hersteller kann zu dieser Fahrzeugspezies nunmehr gleich fünf Baureihen aufbieten. Über dem GLA rangiert der GLK. Er repräsentiert die Marke in der Mittelklasse, wo er auf erfolgreiche Konkurrenten wie den BMW X3 oder den Audi Q3 trifft, aber auch auf den besonders erfolgreichen VW Tiguan und den japanischen Bestseller Nissan Quashquai.

Über dem GLK rangiert der ML, der 1998 die SUV-Kultur bei den Schwaben quasi mitbegründet hat. Darüber rangiert der mächtige GL, der 5,12 Meter lang und mindestens mit 190 kW/258 PS motorisiert, bevorzugt Kundschaft in den Vereinigten Staaten anspricht oder in den ölreichen Regionen des Mittleren Osten reüssiert. Das G-Modell ist seit 1979 ein Klassiker unter den Allradfahrzeugen, der mit seinen überragenden Off-Road-Fahreigenschaften an der Spitze seiner Klasse marschiert.

Der neue Mercedes GLA rundet nicht nur das SUV-Portfolio des Herstellers nach unten ab, er repräsentiert ein weiteres Mitglied der stetig wachsenden Familie von Kompaktfahrzeugen, die sich bislang aus der A-Klasse, der geräumigen B-Klasse und der viertürigen Limousine GLA zusammensetzt.

Die bereits aktiven Mitglieder der Familie trugen im ersten Halbjahr 173 362 Einheiten zum gesamten Ergebnis von Mercedes bei. Wie in der Klasse üblich, bietet der GLA einen variablen Innenraum, dessen Gepäckabteil ein Volumen von mindestens 421 Liter und maximal 836 Liter aufweist. Zum Vergleich: Der Opel Mokka bietet zwischen 355 Liter und 1370 Liter Stauraumvolumen.

Das Motorenangebot für den GLA startet mit zwei Benzinern und zwei Dieseln, sämtlich Vierzylinder und bereits in der A-Klasse im Einsatz. Der Einstiegsbenziner mit 1,6 Liter Hubraum leistet 115 kW/156 PS, der 2-Liter-Motor 155 kW/211 PS. Der GLA 200 CDI tritt mit 100 kW/136 PS an, der GLA 220 CDI mit 125 kW/170 PS. Alle Modelle des GLA sind grundsätzlich mit Frontantrieb ausgestattet. Bis auf den Basis-Benziner lassen sich alle weiteren Motorvarianten auch mit Allradantrieb bestellen.

Die "4Matic"-Modelle erhalten als Kraftübertragung grundsätzlich ein automatisiertes Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gangstufen. Die Kraftverteilung zwischen den beiden angetriebenen Achsen verteilt eine Lamellenkupplung mit einer elektrohydraulischen Steuerung stufenlos. Der 1,6-Liter Benziner und der GLA 200 CDI sind serienmäßig mit einem manuellen Sechsganggetriebe für die Kraftübertragung ausgestattet.

Nach seiner Weltpremiere auf der IAA lässt sich der GLA ab November bei den Händlern bestellen. Die Auslieferung beginnt 2014. Die Preise hat Mercedes noch nicht konkretisiert.

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