Eckpfeiler des Dorflebens: Sportfreunde Koisdorf feiern Vereinsjubiläum

Eckpfeiler des Dorflebens : Sportfreunde Koisdorf feiern Vereinsjubiläum

Die Geschichte der Sportfreunde Koisdorf begann im April 1968 mit einem Bundesligaspiel zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Dortmund. Bei der „dritten Halbzeit“ im legendären Sinziger Café Aasch kam die Idee zur Vereinsgründung auf.

Große Geburtstagsfeierlichkeiten im Sinziger Höhenort: Die Sportfreunde Koisdorf begingen am Wochenende ihr goldenes Vereinsjubiläum. Den Auftakt machte ein Jubiläumsempfang. Zum Gratulieren gekommen waren auch Kreisbeigeordneter und CDU-Landtagsabgeordneter Horst Gies, Sinzigs Beigeordnete Charlotte Hager sowie der Vorsitzende des Fußballkreises Rhein-Ahr, Dieter Sesterheim.

Die Laudatio hielt Koisdorfs Ortsvorsteher Karl-Heinz Arzdorf. Arzdorf war einst selbst aktiver Kicker bei den Sportfreunden und erzählte aus dem Nähkästchen von einem klassischen Fußballwochenende seiner jüngeren Tage. Vorsitzender Martin Nechterschen und sein Vorstandsteam freuten sich über die vielen Ehrengäste und einen bestens besuchten Empfang.

Im Saal des Dorfgemeinschaftshauses spulte sich ein kurzweiliger Abend ab. Dazu trug auch Fußballartist Julian Hollands bei, der mit seinen beiden Auftritten begeisterte. Für Stimmung im Saal sorgte dann die Chorgemeinschaft Koisdorf. Unter der Regie ihres Chordirektors Sven Scheuren interpretierten die Sänger beim Glückwunsch an ihre Sportfreunde passend Songs der „Sportfreunde Stiller“.

„Vereine sind die Standbeine und Fundamente des Dorflebens“, hatte Koisdorfs Ortsvorsteher Arzdorf in seiner Ansprache festgestellt. Dies gelte im besonderen Maße für die Sportfreunde. Wenn es im Dorf etwas zu bauen oder anzupacken gebe, wären sie immer dabei. Und dies nicht nur bei Bauarbeiten auf dem eigenen Sportplatz. Auch beim Ausbau des Gemeindehauses oder bei den Renovierungsarbeiten im Dorfgemeinschaftshaus hätte sich der Sinziger Höhenstadtteil auf die Sportlerfamilie in Koisdorf verlassen können.

Natürlich ging der Blick auch zurück in die Gründungstage. So wurden die Hauptverantwortlichen Hans Förster (heute Ehrensenator), Ferdi Schlich (heute Ehrenvorsitzender) und Helmut Dewald bei der Jubiläumsveranstaltung besonders geehrt.

Die Geschichte der Sportfreunde Koisdorf begann im April 1968 mit einem Bundesligaspiel zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Dortmund. Die „dritte Halbzeit“ feierten die drei Vereinsgründer im legendären Sinziger Café Aasch.

Dort beschloss das Trio, in Koisdorf einen Fußballverein zu gründen. Die Vereinsfarben „ganz in Rot“ wurden seinerzeit noch an der Theke ausgeknobelt. Im Juni 1968 wurde dann eine Alte Herrenmannschaft auf die Beine gestellt. Diese gewann ihr erstes Spiel gegen die Koisdorfer Junggesellen tatsächlich dann auch mit 3:1.

Seinerzeit einigte man sich auf den recht ungewöhnlichen Vereinsnamen „VM Rot Koisdorf“. Wobei „VM“ für verheiratete Männer stand. Gespielt wurde nicht etwa in einer Liga, sondern als „wilder Haufen“ in Freundschaftsspielen. Die erste offizielle Jahreshauptversammlung fand erst am 14. Februar 1969 statt. Seinerzeit wurde zwar ein Vorstand, aber noch kein Vorsitzender gewählt.

Im Jahr 1971 nahm dann das heutige Koisdorfer Waldstadion mit Rasenplatz Gestalt an. 1972 erhielten die Koisdorfer Sportler bei ihrer Generalversammlung den heutigen Namen Sportfreunde Koisdorf.

Ein Eckpfeiler des Koisdorfer Dorflebens sind die Sportfreunde aber auch, weil sie seit mittlerweile 48 Jahren den Saalkarneval durchführen. Dabei werden meist grandiose und komplett ausverkaufte Veranstaltungen auf die Beine gestellt. Seit mittlerweile 40 Jahren führen die Koisdorfer zudem ihr Sportfest durch.

Rein sportlich gehört der Verein bereits seit 16 Jahren ununterbrochen der C-Klasse Rhein-Ahr an. Schaut man in die heutige Vereinsstatistik, entdeckt man Erstaunliches: Die vor 39 Jahren gegründete Gymnastikgruppe umfasst heute 51 Mitglieder, während die gesamte Abteilung Fußball gerade einmal 30 Mitglieder zählt. Insgesamt sind im Verein 163 Sportler organisiert.

Dem Jubiläumsempfang folgte am Samstag, ebenfalls im Saal des Dorfgemeinschaftshauses, eine ausgelassene Kölsche Nacht. Für beste Stimmung sorgten die überregional bekannten Bands „Jeckediz“, „Colör“ und die „Schäl Pänz“. Für einen 50-Jährigen sind die Sportfreunde übrigens extrem lebhaft und jung geblieben, wie das Festwochenende deutlich unter Beweis stellte.