Flügelspieler verstärkt die Bonner

Telekom Baskets verpflichten Trey McKinney-Jones

Ein Allrounder für die Telekom Baskets: Trey McKinney-Jones wird für Bonn mit der Nummer 2 auflaufen.

Ein Allrounder für die Telekom Baskets: Trey McKinney-Jones wird für Bonn mit der Nummer 2 auflaufen.

BONN. Die Telekom Baskets Bonn haben Flügelspieler Trey McKinney-Jones verpflichtet. Der 28-Jährige, der zuletzt in Japan unter Vertrag war, glänzt durch seine Variabilität.

Die Telekom Baskets Bonn sind vollzählig. Und, auch das ist neu: Sie sind es schon in der ersten Woche der Saisonvorbereitung. Ein „Schweizer Taschenmesser“ komplettiert den Kader des Basketball-Bundesligisten. Trey McKinney-Jones wird angekündigt als ein Spieler, der bis auf Center alles spielen kann – offensiv wie defensiv. Mehr Variabilität geht fast nicht.

Der 28-jährige US-Amerikaner spielte vergangene Saison in der ersten japanischen Liga, wo er im Schnitt 12 Punkte, 3,3 Rebounds und 2 Assists in 21,2 Minuten Einsatzzeit pro Partie auf den Scoutingbogen brachte. Dabei traf er 47 Prozent seiner Dreier- und 82 Prozent seiner Freiwurfversuche. Zuvor trug der Flügelspieler von 2014 bis 2018 mit Unterbrechung das Trikot der Fort Wayne Mad Ants in der G-League, dem Unterbau der US-Profiliga NBA, und unterstrich in dieser Zeit mit durchschnittlich 14,5 Punkten, 4,3 Rebounds, 2,6 Assist und 1,0 Steals seine Allround-Fähigkeiten.

„Trey ist ein sehr intelligenter Spieler, der gut zu uns passen wird“, sagt Päch. „Er liest das Spiel gut, spielt sehr mannschaftsdienlich, ist clever und kann alle Positionen vom Point Guard bis zum Power Forward spielen. Er bringt zudem viel Athletik und Physis mit, die wir gut gebrauchen können.“

McKinney-Jones, der in Bonn mit der Nummer 2 auflaufen wird, hat ein Spiel in der NBA in seiner Vita stehen. Nachdem er mit dem Entwicklungsteam der Indiana Pacers viermal die G-League Playoffs erreicht hatte, erhielt er im Februar 2018 aufgrund seiner guten Leistungen einen Kurzzeitvertrag bei den Pacers.

Freunde des schnellen Spiels dürfen sich freuen, McKinney-Jones ist ein exzellenter Balldieb; es existiert ein Highlight-Video, das sich ausschließlich mit seinen Steals beschäftigt.

 

Trotz seines Langzeitengagements in den USA hat McKinney-Jones bereits Erfahrung im europäischen Basketball gesammelt. 2014/15 machte er 14 Spiele für den französischen Erstligisten BCM Gravelines, wechselte dann zu Maccabi Kiryat Gat in die erste israelische Liga und wurde 2016 ungarischer Pokalsieger mit Egis Körmend. Vergangenes Jahr im Sommer wurde McKinney-Jones für zwei Spiele in den Nationalmannschaftskader der USA berufen und bestritt zwei WM-Qualifikationsspiele gegen Mexiko und Kuba, in denen er insgesamt 14 Punkte, 10 Rebounds und 6 Assists beisteuerte.

„Die sportlichen Qualitäten, die wir für unsere letzte Position gesucht haben, vereint Trey“, sagt Baskets-Sportmanager Michael Wichterich. „Er ist sehr vielseitig in der Offensive und ein überdurchschnittlicher Verteidiger. Mit ihm können wir viele unterschiedliche Formationen spielen und taktisch agieren. Darüber hinaus waren die Rückmeldungen von allen Seiten zu seiner Person in Sachen Charakter und Teamfähigkeit außerordentlich.“

Eine dieser Meldungen dürfte von Julian Gamble gestammt haben, bei dem sich McKinney-Jones auch über Bonn informierte. „Die Baskets haben einen sehr guten Ruf. Auch Julian Gamble, einer meiner besten Freunde, konnte mir nur Gutes über den Verein erzählen“, sagt der Mann, der am Freitag in Bonn ins Training einsteigt. „Das Team steht für mich immer an erster Stelle, das passt zur Spielidee von Coach Thomas Päch. Die Fans können sich auf jemanden freuen, der stolz darauf ist, Defense zu spielen und der Mannschaft immer das gibt, was sie gerade braucht.“