Telekom Baskets Bonn

Baskets verpflichten Stephen Zimmerman

Korbgefahr strahlt Stephen Zimmerman (rechts) aus. Der Center verfügt laut Baskets-Coach Thomas Päch über ein großes Repertoire im Angriff.

Korbgefahr strahlt Stephen Zimmerman (rechts) aus. Der Center verfügt laut Baskets-Coach Thomas Päch über ein großes Repertoire im Angriff.

BONN. Die Telekom Baskets verpflichten den jungen US-Basketballer Stephen Zimmerman. Der 22-Jährige hat NBA-Erfahrung und will in Bonn den nächsten Schritt machen.

Ein Center mit Gardemaß, dazu noch mit Erfahrung aus der nordamerikanischen Profiliga (NBA) – die Telekom Baskets Bonn haben ihren Kader mit einem weiteren Spieler bestückt. Der Basketball-Bundesligist verpflichtete mit Stephen Zimmerman ein junges Talent, das allerdings schon einiges an Erfahrung mitbringt. Es gesellt sich auf der Position fünf zu Martin Breunig, der dort in der vergangenen Saison Charles Jackson als Partner hatte. Mit der Verpflichtung Zimmermans ist aber klar, dass Jackson nicht mehr zu den Baskets zurückkehren wird.

Zimmerman ist 22 Jahre alt und wurde 2016 in der zweiten Runde der NBA-Draft – der Marktplatz für Talente im US-amerikanischen Basketball – an 41. Stelle von den Orlando Magic ausgewählt und kam bislang 19 Mal in der stärksten Liga der Welt zum Einsatz. In Bonn erhält Zimmerman einen Vertrag bis Sommer 2020 mit einer beidseitigen Option nach der ersten Spielzeit.

Mit 2,13 Metern verfügt der Mann aus Las Vegas über eine stattliche Größe und mit 2,20 Metern über eine beeindruckende Spannweite. Beides weiß er in Korbnähe zu nutzen. Das zeigte er nicht nur bei seinen kurzen Einsätzen für die Magics, sondern auch in diversen Teams der NBA-Entwicklungsliga G-League, wo er Spielpraxis sammeln und sich weiterentwickeln sollte.

Zuletzt lief Zimmerman in der Saison 2018/2019 für die Westchester Knicks auf, dem Entwicklungsteam der New York Knicks, und kam in durchschnittlich 19,9 Minuten Einsatzzeit auf 8,3 Punkte, 1,6 Assists und 7,1 Rebounds pro Spiel. Dabei traf er mit 57 Prozent seiner Wurfversuche und erreichte mit den Knicks die G-League-Playoffs. Auch für die Los Angeles Lakers war Zimmerman im Laufe seiner Karriere schon im Einsatz.

"Ideale Ergänzung zu Martin Breunig"

Seine beste Saison spielte der ehemalige U18-Nationalspieler für Orlandos G-League-Mannschaft Erie BayHawks, für die er in knapp 30 Minuten auf 13,4 Punkte, 8,8 Rebounds, 1,4 Assists, 1,1 Steals und 1,3 Blocks in knapp 30 Minuten kam.

„Stephen ist ein junger Center, der noch sehr viel Entwicklungspotential hat, aber trotzdem bereits über ein großes Repertoire im Angriff verfügt: Er kann gut passen, den Ball dribbeln, hat eine gute Fußarbeit und ist mit seinen 2,13 Meter eine ideale Ergänzung zu Martin Breunig“, sagte Bonns neuer Trainer Thomas Päch. Baskets-Sportmanager Michael Wichterich beschreibt Zimmerman als einen spielenden Center, „der von seinen Anlagen her sicherlich besser zum europäischen Basketball als zum Spielstil der amerikanischen G-League passt. Er ist mobil, verfügt über eine gute Spielübersicht und ist nicht zuletzt durch seine Größe auch in der Verteidigung präsent. Er will und wird im Baskets-Team einen wichtigen Beitrag zum Erfolg leisten.“

Heimatverbundener Linkshänder

Besonders prägend für Basketballer in den USA sind ihre High-School- und College-Jahre. Zimmerman, der in Las Vegas aufwuchs, spielte für die Bishop Gorman High School, war dort der erfolgreichste Spieler und erhielt 2015 eine Einladung für das renommierte McDonald's All-American Game, das seit 1978 die besten High School-Talente des Westens gegen die des Ostens antreten lässt.

Viele renommierte Universitäten wollten Zimmerman nach der High School verpflichten, doch der heimatverbundene Linkshänder entschied sich dafür, in Las Vegas zu bleiben. Der Trainer der dortigen Uni war der erfahrene Dave Rice, und er wollte den „local hero“ unbedingt haben. „Die Gründe, warum wir so interessiert an ihm waren: Er ist ein fantastischer Spieler, ein Teamplayer und ein Sieger“, sagte Rice einmal. Nun soll Zimmerman den Baskets zu Siegen verhelfen.