Kommentar zum Spiel der Baskets: Unnötig in der Bredouille

Kommentar zum Spiel der Baskets : Unnötig in der Bredouille

Mit den Händen aufgebaut, mit dem Hinterteil wieder eingerissen: Die Telekom Baskets haben mit ihrer Niederlage beim Tabellenvorletzten Eisbären Bremerhaven den Sieg im Topspiel gegen Brose Bamberg eine Woche zuvor wieder entwertet, kommentiert Tanja Schneider.

Dabei hatte dieser Erfolg gegen den Serienmeister die Mannschaft von Cheftrainer Chris O'Shea nicht nur in eine komfortablere Lage im engen Rennen um die Playoffplätze gebracht, das Team wähnte sich auch bereit für die kommenden Aufgaben. Obwohl Spielmacher Josh Mayo fehlte, gelang der Sieg gegen Bamberg – oder gerade, weil er fehlte. Weil alle wussten, sie müssen zusammenrücken, etwas mehr geben, damit sie das Fehlen ihres Kapitäns kompensieren können, gelang der Coup gegen die Franken.

Das komplette Gegenteil dann in Bremerhaven. Es wirkte von Beginn an, als glaubten die Bonner, beim Tabellenvorletzten auch ohne Mayo und im Energiesparmodus gewinnen zu können. So haben sie sich vollkommen unnötig mit mangelhafter Einstellung im Playoffrennen gewaltig in die Bredouille gebracht.

Nach derzeitiger Lage spielt der Tabellensechste gegen Vechta, der Tabellensiebte, also Bonn, gegen Oldenburg. Rutschen die Baskets einen Platz weiter zurück, bekämen sie es in der ersten Runde mit Bayern München zu tun, schlimmer wäre nur noch das Aus nach der regulären Saison.

Die beiden letzten Spiele haben weder Beine noch Hände entschieden, sondern Köpfe. Sportler sind keine Maschinen, die in jedem Spiel gleich funktionieren. Aber sie sind Profis, die auch für ihre Einstellung bezahlt werden. Insofern hat das Baskets-Team in Bremerhaven selbst den Rest der Saison zur Charakterfrage erklärt. Das Gute: Die Mannschaft hat das Zeug, diese Frage zu beantworten – und noch sieben Spiele Zeit.

Das Bonner Restprogramm hat es in sich. Aber das könnte ja (siehe oben) auch hilfreich sein...

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