Enges Finale in Brüssel: Telekom Baskets verpassen Turniersieg knapp

Enges Finale in Brüssel : Telekom Baskets verpassen Turniersieg knapp

Die Telekom Baskets Bonn haben in Brüssel das Finale mit 80:82 gegen die Gastgeber verloren. Ein Einbruch im zweiten Viertel war am Ende ausschlaggebend, dass Bonn als Zweiter die Heimreise antreten musste.

Es war ein gutes Wochenende für die Telekom Baskets Bonn. Vor der Abreise zum Turnier nach Brüssel stellte Thomas Päch erst einmal erfreut fest, dass die Mannschaft komplett und in bester Verfassung Platz nahm. Nachdem es zuletzt einige angeschlagene Spieler gegeben hatte – darunter Stephen Zimmerman, Benjamin Lischka und Benjamin Simons, konnte der Bonner Trainer die Aufgaben beim belgischen Erstligisten in Bestbesetzung angehen.

Und fast wäre den Baskets dabei der Turniersieg gelungen. Am Samstag gewann der Basketball-Bundesligist gegen den belgischen Erstligisten Spirou BC Charleroi mit 84:68 (23:19, 20:15, 20:12, 21:22). Im Finale ging es gegen Gastgeber Basic Fit Brüssel, der seinerseits gegen den französischen Erstligisten Nanterre 92 gewonnen hatte. Ein Einbruch im zweiten Viertel war am Ende ausschlaggebend, dass Bonn als Zweiter die Heimreise antrat und mit 80:82 (26:17, 8:26, 24:23, 22:16) verlor.

Gegen Charleroi taten sich die Bonner zu Beginn noch etwas schwer. Aber nach 0:6- und 3:9-Rückständen stellten sie mit einem 10:0-Lauf das Ergebnis auf 13:9. Dabei profitierten sie von einer gute Defensive und ihrer starken Offensive in Korbnähe. Im zweiten Viertel setzten sich dort die Center Martin Breunig (12 Punkte) und Stephen Zimmerman (mit 13 Punkten Topscorer) gut in Szene, und auch die Distanzwürfe fanden vermehrt ihr Ziel. Päch wechselte viel. Seine Bankspieler dankten es ihm mit insgesamt 45 Punkten. Seine Mannschaft knüpfte gegen Brüssel zunächst da an, wo sie gegen Charleroi aufgehört hatte.

Bonn fand mit schnellem Spiel seinen Rhythmus und lag nach zehn Minuten 26:17 vorn. Doch Rhythmus und Tempo waren plötzlich nicht mehr zu sehen. Die Baskets agierten fortan an viel zu passiv und wurden bis zum 34:43-Rückstand zur Pause von den Brüsselern förmlich überrollt. Angeführt von Branden Frazier (Topscorer mit 17 Punkten) verkürzten die Gäste den Abstand bis zum Ende des dritten Viertels (58:66). Die Aufholjagd ging weiter, wobei sich insbesondere Bojan Subotic, Breunig und Zimmerman in Szene setzten. Fast hätte es noch zur Verlängerung gereicht, doch Brüssels Andell Cumberbatch traf mit dem letzten Wurf zum Sieg.

„Wir sind auf einem guten Weg und konnten an diesem Wochenende neue Dinge in unser Spiel integrieren, die wir auch meist konsequent umgesetzt haben“, sagte Päch. Im Finale „haben wir insgesamt ein gutes Spiel gespielt, jedoch im zweiten Viertel nicht ansatzweise das gemacht, was wir eigentlich wollen. In die zweite Halbzeit sind wir dann wieder mit der richtigen Einstellung gestartet, auch die Intensität hat gestimmt.“

Bonn gegen Charleroi: Saibou 6/1 Dreier, McKinney-Jones 5, Subotic 10, Lischka 6/1, Frazier 12/2, DiLeo, Breunig 12/1, Polas Bartolo 11/1, Binapfl, De Oliveira 3, Simons 6/2, Zimmerman 13.

Bonn gegen Brüssel: Saibou 6, McKinney-Jones, Subotic 14/2, Lischka 8, Frazier 17/3. DiLeo 6/2, Breunig 8, Polas Bartolo 5, De Oliveira, Simons 9/1, Zimmerman 7.

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