Auswärtsspiel im Viertelfinale: Telekom Baskets treffen im Pokal auf Jena

Auswärtsspiel im Viertelfinale : Telekom Baskets treffen im Pokal auf Jena

Beim 94:77-Sieg in der Champions League gegen Paok Saloniki haben die Telekom Baskets Selbstvertrauen nach zuvor vier Niederlagen getankt. Nun haben die Bonner das Pokal-Viertelfinalspiel bei Science City Jena vor der Brust.

Kurz vor dem Jahreswechsel beginnen sich die dunklen Wolken bei den Telekom Baskets Bonn zu verziehen. Nach vier Niederlagen hintereinander in Champions League und Basketball-Bundesliga tankte die Mannschaft von Trainer Predrag Krunic durch den 94:77-Heimsieg gegen Paok Saloniki am vergangenen Dienstag Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben. Dabei war es nicht nur das positive Ergebnis, das die Bonner zuversichtlich nach vorn schauen lässt, sondern auch die Art und Weise, wie der Erfolg erspielt und erkämpft wurde.

Waren es zuletzt zwei Hochzeiten, auf denen die Baskets getanzt haben, kommt am Sonntag (15 Uhr, Sparkassen Arena) bei Science City Jena die dritte Hochzeit hinzu. Im Viertelfinale des BBL-Pokals soll der Sprung ins Halbfinale gelingen. Teil eins der Festivität Pokal hatte Bonn bei den Eisbären Bremerhaven ohne Kater überstanden. Anfang Oktober feierten Krunics Profis im Achtelfinalspiel an der Wesermündung einen souveränen 89:69-Erfolg. Im Osten des Landes sollen nun auch gegen Jena die Pokalfeierlichkeiten nicht enden. Allerdings sind die Baskets gewarnt. Denn in der Bundesliga holten sie sich dort beim ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison eine kräftige Abfuhr. Beim 70:82 lief im Magenta-Team nicht allzu viel zusammen. Das im Hinterkopf und mit dem europäischen Wind im Rücken soll es diesmal in die richtige Richtung für die Bonner laufen.

Viele Routiniers bei Jena

Doch Vorsicht ist geboten. Denn der Tabellenfünfzehnte der Bundesliga schickt ein ganz abgezocktes Team aufs Parkett mit einer Reihe von Routiniers in seinen Reihen, die im deutschen Basketball schon für einige Highlights gesorgt haben. Nicht von ungefähr gewann die Mannschaft von Trainer Björn Harmsen im Achtelfinale bei den EWE Baskets Oldenburg mit 94:91, jene Mannschaft also, die den Bonnern vor kurzem in der Liga beim 78:98 eine Lehrstunde erteilt hatte.

Wenn man von Routiniers und Highlights spricht, sind da vor allem Julius Jenkins (37 Jahre), Dru Joyce (33 Jahre) und Derrick Allen (38 Jahre) zu nennen, die beim Heimerfolg gegen die Rheinländer die entscheidenden Akzente setzten. Joyce, weil er mit 20 Punkten nicht nur Topscorer war, sondern mit acht Assists auch seine Qualitäten als Spielgestalter eindrucksvoll unter Beweis stellte. Jenkins, weil er wieder einmal einige Dreier im Korb versenkte. Mit einer Trefferquote von nahe an den 50 Prozent gehört er nach wie vor zu den besten Distanzschützen im deutschen Basketball. Der immer etwas hektisch wirkende Allen machte die Bonner in Korbnähe nervös und war viel zu oft Nutznießer von Joyces Pässen. Zu nennen wären noch mit Immanuel McElroy (38 Jahre) und dem Ex-Bonner Martynas Mazeika (33) zwei Profis, die wissen, wie man einen Gegner bearbeiten muss.

„Jena war aggressiver als wir“, blickte Bonns Kapitän Josh Mayo zurück. „Diesmal wollen wir den Ton angeben und offensiv wie defensiv aggressiv auftreten“, fügte er entschlossen an. Olivier Hanlan, zuletzt leicht an der Leiste verletzt, ist wieder dabei. Gute Zeichen also, dass sich die Großwetterlage für die Baskets weiter aufhellt.